Corona-Krise

Schuhhandel in Österreich erhält Umsatzausgleich

Seit dem 17. November gilt in Österreich ein harter Lockdown. Schuhhändler erhalten für die geschlossenen Geschäfte einen Umsatzersatz.

Der Handel in Österreich wird von der Regierung in Wien finanziell unterstützt: Während andere Branchen, die aufgrund des Lockdowns ihren Betrieb vorübergehend schließen mussten, mit 80% Umsatzersatz entschädigt werden - egal ob Gastronomie, Hotellerie, Friseure oder sogar Glücksspielkonzerne - wird der Handel mit einer Staffelung zwischen 20 und 60% entschädigt. Der Handelsverband hatte im Vorfeld ebenso einen Umsatzersatz von bis zu 80% gefordert, da manche Geschäftsmodelle im Handel härter unter dem Lockdown leiden, als die genannten Branchen. Für die Berechnung sollen drei Kriterien herangezogen werden: der Rohertrag, mögliche Aufholeffekte, sowie die Verderblichkeit der Ware. Der Modehandel (Bekleidung/Schuhe) soll ebenso wie z.B. Blumengeschäfte 60% erhalten. Ursprünglich waren nur 40% vorgesehen.

„Für den heimischen Handel ist der harte Lockdown in den beiden umsatzstärksten Monaten des Jahres existenzgefährdend, daher hoffen wir nun auf zeitnahe Überweisungen der Gelder aus dem Umsatzersatz, damit vor allem die doppelten Gehälter bedient werden können. Pro Lockdown-Woche verliert die Branche fast eine Milliarde Euro“, sagte Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will. 

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Helge Neumann / 25.11.2020 - 16:45 Uhr

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