Übergrößen-Spezialist

Schuhplus legt kräftig zu

Georg Mahn und Kay Zimmer von Schuhplus (Foto: Schuhplus)
Georg Mahn und Kay Zimmer von Schuhplus (Foto: Schuhplus)

Der niedersächsische, auf Schuhe in Übergrößen spezialisierte Schuhhändler Schuhplus hat 2019 mit einem deutlichen Wachstum abgeschlossen. Zahlreiche Events sowie eine strategische Entscheidung haben laut den Unternehmern zu diesem Erfolg geführt.

Mit einem Wachstum von 34% im Vergleich zum Vorjahr hat der Übergrößen-Spezialist aus dem niedersächsischen Dörverden das Jahr 2019 abgeschlossen. Konkrete Zahlen nennt das Unternehmen nicht.
Eine Autoverlosung, zwei neue Filialen, ein Neubau, ein Weihnachtsmarkt, Investment in US-Exporte: Mit zahlreichen Aktionen und Events machte Schuhplus im vergangenen Jahr von sich reden. Mit einem dicken Plus konnte das Geschäftsjahr abgeschlossen werden, allerdings waren laut den Unternehmern auch Schwachstellen deutlich zu spüren. „Mit den zwei neuen Filialen in Kaltenkirchen und im Saterland verfolgen wir das Ziel, uns stationär breiter aufzustellen und diese Standorte zugleich für das Versandgeschäft zu nutzen. Diese Rechnung ging bestens auf, beide Standorte wurden hervorragend angenommen, allerdings haben wir den internen Kommunikationsaufwand unterschätzt und mussten uns zügig Lösungen ausdenken, um beispielsweise den synchronen Versand aus mehreren Lagern sicherzustellen“, erklärt Zimmer.

Seit über 18 Jahren ist das Multichannel-Unternehmen auf große Schuhe ausgerichtet. Das Wachstum insbesondere der vergangenen fünf Jahre habe jedoch die Notwendigkeit der Neustrukturierung mit sich gebracht, betont Expansionsleiter Georg Mahn. „Viele Arbeitsprozesse bestanden jahrelang aus einem kollegialen Zuruf. Aus diesen Selbstläufern mussten reproduzierbare Abläufe entstehen – und das in Kombination mit Fachabteilungen an anderen Standorten. Wir mussten also lernen, größer zu denken, dabei allerdings nicht Opfer der Überhierarchie und Überbürokratisierung zu werden. Bisher meistern wir diesen Spagat sehr gut, auch wenn dadurch oftmals die richtige Basis-Arbeit verloren geht“.
Angefangen haben die Unternehmer im Jahr 2002 im Keller von Kay Zimmers Großmutter mit 20 Paar XL-Schuhen. Heute hat das Unternehmen rund 100.000 Paar Schuhe am Lager.


Rückzug von Marktplätzen 


Der Wandel der Zeit sei jedoch auch am Übergrößen-Spezialisten nicht vorbeigegangen, erläutert Kay Zimmer, denn der Wettbewerb fordere Entscheidungen und Wachsamkeit. „Wir haben uns im vergangenen Jahr Schritt für Schritt von zahlreichen Marktplätzen zurückgezogen. Das war ein großes Risiko, aber wir waren objektiv von der Energie unseres Brandings überzeugt. Unsere Entscheidung, die Marke Schuhplus als Synonym für große Schuhe autark zu platzieren, ging mit unserer medialen Strategie auf: Darüber bin sich sehr froh und sehr dankbar. Wir hatten ein fantastisches Jahr“, freut sich der 45-Jährige.
 
Ob Facebook, YouTube oder Instagram: Die norddeutschen Unternehmer nehmen ihre Kunden mit auf eine Reise. Sie lassen Menschen teilhaben an dem, was bei Schuhplus passiert. Ob Grundsteinlegung für den Neubau am C-Port Saterland, Besuch des Nikolauses als Ankündigung zum eigenen Weihnachtsmarkt oder Backstage-Video beim DHL-/Google-Event, wo die beiden Männer als Referenten auftreten. Die aktive mediale Transparenz sei ein Markenzeichen. „Wir laden alle Interessierten ein, das Geschehen von Schuhplus zu begleiten – jeden Tag! Diese Authentizität ist ehrlich und echt – und das weiß unsere Community zu schätzen und gibt uns unfassbar viel Antrieb“, so Georg Mahn.

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Petra Steinke / 22.01.2020 - 15:36 Uhr

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