Statt überregional nun Nahversorgungs-Charakter

„Schuhstadt“ fällt kleiner aus

„Schuhstadt“ in Pirmasens
„Schuhstadt“ in Pirmasens

Das große Projekt in Pirmasens ist vorerst vom Tisch. Alternativ soll ein Nahversorgungszentrum entstehen. schuhkurier sprach mit dem Verantwortlichen.

Corona ist Schuld. Das Fachmarktzentrum „Schuhstadt“, einst angelegt als überregionales Zentrum, das auch an 40 verkaufsoffenen Sonntagen Besucher anlocken sollte, wird nun doch nicht realisiert. Im Sommer noch hatten die Verantwortlichen angekündigt, die Eröffnung zwar auf das Jahr 2022 verschieben zu müssen, am Projekt selbst aber festhalten zu wollen. 

Das hat sich nun geändert. Wie der Projektverantwortliche Rolf Schäfer gegenüber schuhkurier erklärte, habe man für alle vorgesehenen Flächen Mieter finden können. Diese hätten aber im kommenden Jahr umfangreiche Investitionen tätigen müssen – und das sei angesichts der enormen Auswirkungen der Corona-Krise auf die Schuhbranche nicht denkbar.

Nun sollen statt 3.000 qm Verkaufsfläche für Schuhe sowie weiteren Flächen für Wohnungen und Gastronomie am Standort der ehemaligen Kaufhalle zunächst ein Lebensmittelmarkt mit Bäckerei sowie ein Schuhgeschäft mit konsumigem Angebot entstehen – ausgerichtet auf Nahversorgung. Wer der mietende Händler sein wird, soll noch nicht kommuniziert werden. Eine Weiterentwicklung hält Schäfer nicht für ausgeschlossen. „Die Fläche ist schön und die Idee auch noch nicht gestorben“, so Rolf Schäfer gegenüber schuhkurier. Vielmehr gehe man nun einen kleinen ersten Schritt. Das Ziel, in Pirmasens mit der Schuhstadt wieder einen großen und überregional attraktiven Schuheinzelhandel zu etablieren, bleibe den weiteren Entwicklungsschritten vorbehalten. Dafür stehen weitere 6.000 qm städtische Grundstücke zur Verfügung. Mit dem Schuhstadt-Center werde der Anfang gemacht. 

 
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Petra Steinke / 17.11.2020 - 22:19 Uhr

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