Schuhindustrie

Schuhunternehmen beklagen Menschenrechtslage in Kambodscha

In einem offenen Brief kritisieren mehr als 20 Schuh- und Modeunternehmen die Menschenrechtssituation in Kambodscha.

In dem Schreiben an den kambodschanischen Ministerpräsidenten Hun Sen fordern die Unternehmen den Politiker auf, die Rechte der Arbeiter in der Schuh-, Lederwaren- und Modeindustrie umgehend zu verbessern. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem Adidas, New Balance, Salewa, Under Armour, Puma und die VF Corporation. Bereits im Mai 2019 habe eine Gruppe von Unternehmen auf die unzureichenden Arbeiterrechte in Kambodscha hingewiesen, heißt es in dem offenen Brief. Allerdings habe es in den vergangenen Monaten keine wesentlichen Verbesserungen gegeben. In der Kritik stehen dabei vor allem die Diskriminierung und Verfolgung von Gewerkschaftsmitgliedern und die Behinderung der Tätigkeit von neu gegründeten Mitarbeiter-Vertretungen.

„Die Glaubwürdigkeit der Mode- und Schuhbranche in Kambodscha steht auf dem Spiel“, heißt es in dem Brief. Es bestehe Anlass zur Sorge, dass die Menschenrechtslage zu dem Verlust von Zollpräferenzen für Exporte aus dem südostasiatischen Land führen könnte. Im vergangenen Jahr lag der Wert der Mode-Exporte aus Kambodscha bei 9,5 Mrd. Dollar.  

Helge Neumann / 27.01.2020 - 10:39 Uhr

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