Prognose 2020: minus 20%

S.Oliver Group legt Geschäftszahlen vor

Volker Christ (Foto: S.Oliver Group)
Volker Christ (Foto: S.Oliver Group)

Die S.Oliver Group hat im Geschäftsjahr 2019 weniger umgesetzt als im Vorjahr. Der eigene Vertrieb gewinnt an Bedeutung.

Die Umsätze der S.Oliver Group sanken 2019 nach eigenen Angaben um 5,4% auf rund 1,24 Mrd. Euro. Gleichzeitig konnte das Modeunternehmen aus Rottendorf das Betriebsergebnis jedoch um 12,1% auf 51,6 Mio. Euro steigern. Der Cash Flow aus operativer Tätigkeit stieg von 75,8 Mio. Euro in 2018 auf 106,5 Mio. Euro in 2019. Die Eigenkapitalquote liegt bei 71,1%.

Der Großhandelsumsatz ging um über 25% zurück. Erstmals war in 2019 der Umsatzanteil aus den direkten Vertriebsaktivitäten, dem eigenen stationären und dem Online-Geschäft, mit 57,3% (2018: 46,1%) höher als der Anteil der Erlöse aus dem Großhandel mit 40,4% (2018: 51,5%).
Der Exportanteil der Unternehmensgruppe lag mit etwa 27,3% nahezu auf Vorjahresniveau. Die Absatzmärkte waren überwiegend in Europa zu finden. Deutschland bleibt weiterhin der größte Markt.

Insbesondere die Lockdowns hätten sich massiv auf die bisherige Geschäftsentwicklung in 2020 ausgewirkt, teilt S.Oliver weiter mit. Der Textilkonzern rechnet für dieses Jahr mit etwa 20% weniger Umsatz, strebt aber ein ausgeglichenes operatives Betriebsergebnis vor Restrukturierungskosten an.

Gleichzeitig habe das Unternehmen strategische Weichen für die nächsten Jahre gestellt. Volker Christ, Chief Financial Officer s.Oliver Group, sagt: „Wichtige Faktoren sind die schnellere Entwicklung unserer Kollektionen, Effizienzsteigerungen durch die weitere Digitalisierung und Standardisierung unserer Prozesse, die stärkere Internationalisierung des eigenen Retails sowie die Investition in die Begehrlichkeit unserer Marken.“

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Tobias Kurtz / 23.11.2020 - 16:32 Uhr

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