Verhandlungen mit GMS abgebrochen

Steigt strategischer Partner bei der Assima ein?

Prof. Dr. Andreas Kaapke, Vorsitzender des Assima-Beirats (Foto: Kaapke)
Prof. Dr. Andreas Kaapke, Vorsitzender des Assima-Beirats (Foto: Kaapke)

Die Lederwarenverbundgruppe Assima veranstaltet am 3. Dezember eine außerordentliche Generalversammlung. Ein branchenübergreifend bekannter Name soll als strategischer Partner einsteigen.

Turbulente Monate bei der Assima: Nachdem die Gesellschafterversammlung der Assima Verbund GmbH & Co KG im Juni ihre Liquidation zum Jahresende beschlossen hatte, zeichnete sich zuletzt eine Fortführung der Verbundgruppe mit dem Einstieg des GMS Verbundes aus Köln als Gesellschafter ab.

Die Verhandlungen wurden jetzt allerdings zu einem „fortgeschrittenen Zeitpunkt“ abgebrochen, berichtet Prof. Dr. Andreas Kaapke, Vorsitzender des Beirates, auf Nachfrage von Lederwaren Report und schuhkurier. „Wir haben weitere Angebote bekommen. Es ist die Aufgabe des Beirates, diese zu sondieren. Und eine der Offerten bietet für die Assima attraktivere Aussichten.“

 

Auf dem Weg zur „Assima 2.0“

 

Zusammen mit der EMChoch2 GmbH aus Mainz und deren Geschäftsführer Günter Althaus als strategischem Partner soll sich die Assima zu einer schnellen, agilen Händlergemeinschaft mit einer schlanken Zentrale entwickeln, erläutert Kaapke. Leistungen sollen vor allem extern zugekauft werden. „Die Fixkosten hatten die Assima an die Wand gedrückt“, bringt der Beiratsvorsitzende die Problematik, die durch die Corona-Pandemie selbstverständlich verschärft wurde, auf den Punkt.

Die Einzelheiten des Modells sollen in den nächsten Wochen erarbeitet werden. Doch Kaapke ist heute schon von dem Konzept überzeugt: „Die Assima hat richtig gute Chancen, wenn sie sich am 3. Dezember für dieses Modell entscheidet. Unsere Situation ist signifikant besser als im Juni.“

Bereits in den letzten Jahren habe sich die Verbundgruppe von nicht mehr zeitgemäßen Grundsätzen, wie etwa dem Gebietsschutz oder dem Hospitanz-Jahr für potenzielle Neu-Mitglieder, verabschiedet. Durch den Liquidationsbeschluss habe man weitere alte Zöpfe abgeschnitten. Jetzt wolle man diesen Weg konsequent weitergehen. Ziel sei eine „Assima 2.0“, so Andreas Kaapke abschließend.

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Tobias Kurtz / 03.11.2020 - 07:52 Uhr

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