Nachhaltigkeit

Timberland: „Eine grüne Welt ist besser“

Mariano Alonso (Foto: Timberland)
Mariano Alonso (Foto: Timberland)

Timberland hat ehrgeizige Ziele verabschiedet. Bis 2030 will die Schuhmarke klimapositiv sein. Was das bedeutet und wie das gelingen soll, erklärt Mariano Alonso, VP General Manager EMEA bei Timberland. 

Von Nachhaltigkeit zu sprechen, ist das eine. Das andere aber sind konkrete Maßnahmen. Diese hat Timberland kürzlich offiziell verabschiedet. So sollen bis 2030 sämtliche Produkte ein kreislauffähiges Design aufweisen und zugleich 100% der natürlichen Rohstoffe aus regenerativer Landwirtschaft stammen. Daran will sich die Marke aus dem Portfolio der VF Corporation messen lassen. „Die Umwelt befindet sich in einem kritischen Zustand“, sagt Mariano Alonso, der von der Europa-Zentrale im schweizerischen Stabio aus die Geschäfte von Timberland in EMEA verantwortet. Die Schuh- und Modeindustrie sei in der Vergangenheit unter anderem aufgrund von hohen CO2-Emissionen ein Teil des Problems gewesen. „Wir wollen jedoch künftig ein Teil der Lösung sein und der gesamten Branche Wege aufzeigen, wie Verbesserungen möglich sind.“ Dabei arbeitet Timberland bereits seit Jahrzehnten daran, negative Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren. So hat das Unternehmen etwa seit Beginn des Jahrtausends nach eigenen Angaben rund elf Mio. Bäume weltweit gepflanzt. Als Gründungsmitglied der 2005 ins Leben gerufenen Leather Working Group (LWG) unterstützte die Marke zudem die branchenweite Umsetzung umweltverträglicher Best Practices in Gerbereien auf der ganzen Welt. Heute beziehe Timberland Leder fast ausschließlich von Gerbereien, die von der LWG mit einem Gold- oder Silber-Zertifikat ausgezeichnet wurden, sagt Alonso. „Nun ist es aber Zeit für ein noch ehrgeizigeres Ziel.“ Künftig soll jeder Schuh von Timberland mehr CO2 an die Natur zurückführen, als bei seiner Produktion freigesetzt wird. Damit würde die Schuhmarke klimapositiv arbeiten. „Eine grüne Welt ist eine bessere Welt“, ist der Schweizer überzeugt. 

Eine Säule in der nachhaltigen Strategie von Timberland ist kreislauffähiges Design. Das Vorbild ist die Natur. Alles soll ständig wiederverwertet und nichts verschwendet werden. Diesem Modell folgend, sollen in Zukunft Schuhe,  Bekleidung und Accessoires aus Materialien hergestellt werden, die ansonsten im Abfall landen würden wie z.B. PET-Flaschen, Leder- und Wollreste. Zudem sollen auch die Produkte selbst am Ende ihrer Nutzungsdauer recycelbar sein, damit sie zerlegt und wiederverwertet werden können. Darüber hinaus möchte Timberland bis 2030 alle Rohstoffe für die Herstellung seiner Produkte aus regenerativer Landwirtschaft beziehen. Diese lehnt sich wiederum stark an der Natur an. Sie lässt Tiere auf natürliche Weise zwischen verschiedenen Weidegebieten umherstreifen, damit der Boden sich erholen kann. 

Den ganzen Artikel über die Nachhaltigkeitsstrategie von Timberland lesen in der aktuellen Ausgabe von schuhkurier. Das ePaper finden Sie hier.

   
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Helge Neumann / 07.10.2020 - 10:00 Uhr

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