Marketing

Vaude beteiligt sich am Facebook Werbe-Boykott

Manfred Meindl (Foto: Vaude)
Manfred Meindl (Foto: Vaude)

Der Outdoor-Ausrüster Vaude schließt sich der #StopHateForProfit Kampagne an. Diese möchte Facebook dazu bewegen, stärker gegen hasserfüllte, gewaltverherrlichende und rassistische Inhalte vorzugehen.

Vaude hat zum 1. Juli nach eigenen Angaben bis auf Weiteres sämtliche bezahlten Werbemaßnahmen auf Facebook und Instagram gestoppt. Auf diese Werbeplattformen entfallen etwa 25 Prozent des Media-Budgets. 

Die Kampagne, die Unternehmen zum Werbe-Boykott bei Facebook aufruft, wurde von mehreren amerikanischen Non-Profit-Organisationen wie der „Anti Defamation League“ initiiert. 

Vaude positioniert sich gegen Rassismus und Diskriminierung jeglicher Art. „Deshalb unterstützen wir die Kampagne aus voller Überzeugung und bekräftigen die Forderung an Facebook, Hass, Spaltung und Manipulation nicht weiter zu fördern. Facebook gibt sehr strenge Nutzungsbedingungen vor, aber leider nur auf dem Papier. In der Praxis werden sie nicht konsequent umgesetzt. Das liegt uns sehr am Herzen, gerade weil wir Facebook für eine sehr wichtige Plattform für den Austausch von Menschen halten“, so Manfred Meindl, Leiter Internationales Marketing Vaude.

Neben Vaude haben sich bereits weitere namhafte Outdoor-Marken wie Patagonia, The North Face oder Houdini sowie auch große Unternehmen anderer Branchen der Initiative angeschlossen. Durch die Kampagne soll Facebook dort getroffen werden, wo es am meisten weh tut: bei den Werbeeinnahmen, die fast den gesamten Umsatz des Internetkonzerns ausmachen. Wenn sich viele Unternehmen beteiligen, könnte der zunehmende Druck die Plattform zum Umdenken bewegen.

„Wir hoffen sehr, dass Facebook sich mit den Forderungen auseinandersetzt und diese Chance nutzt, um eine Plattform für eine menschlichere Gesellschaft und eine bessere Welt zu sein“, so Manfred Meindl.

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Tobias Kurtz / 01.07.2020 - 11:31 Uhr

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