Überbrückungshilfen für Schuh- und Modehändler

Verbände: Novemberhilfen wohl ab 40% Umsatzrückgang

Rabattaktionen könnten im November laut BDSE und BTE hinderlich sein. (Foto: Markus Spiske/Unsplash)
Rabattaktionen könnten im November laut BDSE und BTE hinderlich sein. (Foto: Markus Spiske/Unsplash)

Die Bundesregierung hat entschieden, dass staatliche Überbrückungshilfen auch für den Einzelhandel zugänglich gemacht werden sollen. Die Verbände BTE und BDSE reagieren darauf. 

Laut BDSE und BTE sollen die so genannten Novemberhilfen ab einem Umsatzrückgang um 40% zugesprochen werden können. Die Verbände raten vor diesem Hintergrund allen Textil-, Schuh- und Lederwarenhändlern, die aktuell in der Nähe dieses Umsatzwertes liegen und die Beantragung der so genannten „Novemberhilfe“ erwägen, kurzfristige Rabattaktionen in diesem Monat zur Umsatzsteigerung gut zu durchdenken. Gegenfalls sollten bereits angekündigte Preisaktionen modifiziert werden, heißt es von BDSE und BTE. 

Der HDE begrüßt die Entscheidung der Bundesregierung. „Das sind gute Nachrichten für viele durch die Corona-Krise und den Teil-Lockdown in ihrer Existenz gefährdeten Handelsunternehmen in den Innenstädten“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die Forderung des HDE sei erfüllt worden, dass auch Geschäfte, die indirekt von den Schließungen betroffen sind, Überbrückungshilfen beantragen können. Bei entsprechenden Umsatzverlusten könnten auch Einzelhändler HIlfen bei der Deckung ihrer Betriebskosten erwarten. 

„Die Politik gibt den Händlern in höchster Not das wichtige Signal, dass sie sie nicht alleine im Regen stehen lässt. Und doch braucht es noch mehr, wenn wir die Händler in den Stadtzentren nicht verlieren wollen. Daher ist es gut, dass der Bundestag heute auch 25 Mio. Euro für Konzepte zur Zukunft unserer Innenstädte bereitgestellt hat", so Genth weiter. 

Aktuelle HDE-Umfragen hatten ergeben, dass die Innenstadthändler in den ersten drei Novemberwochen durchschnittlich ein Drittel weniger Umsatz erzielen konnten als im Vorjahreszeitraum. „Vor allen Dingen viele Modehändler stehen mit einem Bein in der Insolvenz. Die Umsatzverluste liegen hier im November bisher durchschnittlich bei 40%“, so Genth weiter. Lebendige Innenstädte seien ein gesamtgesellschaftlicher Wert. Jeder Euro, der in den Einzelhandel als Kernbranche der Stadtzentren investiert werde, zahle sich am Ende für alle aus. Denn einmal verödete Innenstädte wieder aufzubauen, sei ganz klar die deutlich teurere Variante.

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Petra Steinke / 27.11.2020 - 13:42 Uhr

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