Corona-Krise

Wortmann legt millionenschweres Unterstützungspaket auf

Zentrale der Wortmann-Gruppe in Detmold (Foto: Wortmann)
Zentrale der Wortmann-Gruppe in Detmold (Foto: Wortmann)

Mit einem 10-Punkte-Plan will die Wortmann-Gruppe den Handel angesichts der Corona-Krise massiv unterstützen. Umfangreiche Liquiditätshilfen kommen dabei ebenso zum Tragen wie eine besser an den Saisonverlauf angepasste Liefertaktung.

Das größte Volumen innerhalb des Wortmann-Unterstützungspakets nimmt ein „Sofort-Hilfe-Rabatt F/S 2020“ ein. Hierbei gewährt die Unternehmensgruppe auf noch zu liefernde Ware sowie auf zukünftige Aufträge der Saison F/S 2020 10% Nachlass. „Dieser soll sicherstellen, dass Sie mit Ihrer Ware zusätzliche Deckungsbeiträge erzielen. Der zusätzliche Rabatt kommt unmittelbar bei Ihnen an, da er direkt auf Ihrer Rechnung ausgewiesen wird“, heißt es seitens Wortmann in einer Mitteilung an den Handel, welche schuhkurier vorliegt.

Darüber hinaus bietet das Unternehmen Händlern an, den gesamten noch nicht ausgelieferten Frühjahr/Sommer 2020-Auftragsbestand an geschlossener Ware (außer Ballerinas und Slings) auf den Liefertermin 2. Hälfte Januar 2021 zu verschieben. „Wir haben im erheblichen Umfang zusätzliche Lagerflächen angemietet und lagern die Ware unserer Kunden auf unsere Kosten ein“, so das Unternehmen. Diese Ware soll damit den Anfangs(auftrags-)bestand für die Saison Frühjahr/Sommer 2021 bilden.

Auf alle noch zu liefernden Artikel sowie auf zukünftige Aufträge der Saison F/S 2020 gewährt das Unternehmen eine 30-tägige Aktionsvaluta. Bei allen Zahlungen bis zum 15. Mai sollen zusätzlich 2% Mehr-Skonto gewährt werden.
Zur Verbesserung der Liquidität in der kommenden Herbst/Winter 2020 Saison wird für alle Auslieferungen eine zusätzliche 30-tägige Aktionsvaluta gewährt.

Ein Teil des Warenangebots für F/S 2020 wird als Durchläufer deklariert, um dem Handel mehr Planungssicherheit zu geben.

Auch bei der Saisontaktung will Wortmann sich stärker am Bedarf orientieren: Es sei in diesem Jahr sinnvoller als je zuvor, Herbst/Winter-Ware – der Jahreszeit angepasst – etwas später anzubieten. „Wir werden aus diesem Grunde generell die Auslieferung der bestellten Herbst/Winter-Übergangsware erst Anfang Juni beginnen“, teilt das Unternehmen mit. Die Liefertermine einzelner Artikel der Übergangsware können dabei um bis zu drei Monatshälften geschoben werden.

Zur Saison Herbst/Winter 2020 wurde darüber hinaus ein zusätzliches Werbe-Budget für alle Marken fixiert.

Zur Optimierung der Bilanz erfolgt die Auslieferung der eingelagerten Artikel nicht schon im Dezember, sondern erst im Januar 2021. „Darüber hinaus werden wir für die Frühjahr/Sommer 2021 Kollektion möglichst viele Liefertermine erst für das kommende Jahr einplanen, um einer ausgewogenen Saisontaktung gerecht zu werden.“

Petra Steinke / 09.04.2020 - 16:49 Uhr

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