Onlinehandel

Zalando setzt auf Luxus und Second-Hand

Der Zalando-Vorstand (v.li.): David Schröder, Jim Freemann, Rubin Ritter, Robert Gentz, David Schneider (Foto: Zalando)
Der Zalando-Vorstand (v.li.): David Schröder, Jim Freemann, Rubin Ritter, Robert Gentz, David Schneider (Foto: Zalando)

Zalando ist im Geschäftsjahr 2019 weiter erheblich gewachsen. Künftig will der Onlinehändler verstärkt auf die Kategorien Luxusmode und Second-Hand setzen.

145 Mio. Bestellungen, mehr als 4 Mrd. Seitenaufrufe und 4,6 Mio. zusätzliche aktive Kunden: Zalando hat sein Geschäft in 2019 signifikant vergrößert. Eine Rekordzahl von 31 Mio. Kundinnen und Kunden hat im vergangenen Geschäftsjahr bei Zalando bestellt. 2018 waren es 26,4 Mio. Zalando steigerte das Bruttowarenvolumen (Gross Merchandise Volume, GMV) um 23,6% auf 8,2 Mrd. Euro, den Umsatz um 20,3% auf 6,5 Mrd. Euro und erreichte ein bereinigtes EBIT von 224,9 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es noch 173,4 Mio. Euro.

Zalando war 2019 „sehr erfolgreich“

Im vierten Quartal 2019 verzeichnete Zalando deutliche Zugewinne mit einem GMV-Wachstum von 24,3% auf 2,5 Mrd. Euro und einem Umsatzwachstum von 19,5% auf 1,9 Mrd. Euro bei einem bereinigten EBIT von 110,4 Mio. Euro. Wesentlicher Treiber waren die Rekordergebnisse während der Cyber Week, teilte das Unternehmen aus Berlin mit. „Hinter uns liegt ein sehr erfolgreiches Jahr. Wir haben in jedem Quartal starke Ergebnisse erreicht“, sagt Zalando CFO David Schröder, „Zusätzlich zu den starken Zahlen haben wir wesentliche Fortschritte bei unseren strategischen Zielen gemacht.“

Zalando baut Luxus-Kategorie aus

In 2020 wird das Unternehmen das Premiumsegment erweitern und um Luxusmode ergänzen. Um seinen Anteil am 38 Mrd. Euro großen europäischen Premium-Markt zu vergrößern, plant Zalando das Sortiment an Premium- und Luxusmode bis 2023 zu verdoppeln. Das Unternehmen führt seit kurzem Marken wie Moschino Couture und Alberta Ferretti und wird die Kategorie durch inspirierende und relevante Angebote für Kunden und Marken weiter ausbauen. „Insbesondere jüngere Kundinnen und Kunden kombinieren gerne hochwertige Modemarken mit Sport- und Designerstücken. Die Premium Kategorie ist in den letzten Monaten am schnellsten gewachsen und wir sehen ein großes Potenzial, darauf aufzubauen“, sagt David Schneider, Zalando Co-CEO.

Zalando wird zur Second-Hand Plattform

Zalando wird zudem das Geschäft mit Secondhand-Mode ausbauen und „Pre-Owned“ als neue Kategorie im Zalando Fashion Store launchen. Ab dem dritten Quartal 2020 werden Kundinnen und Kunden Secondhand-Mode auf der Zalando Plattform kaufen und eigene Modeartikel an Zalando verkaufen können. Zalando wird darüber hinaus sein europäisches Logistiknetzwerk weiter ausbauen und ein lokales Logistikzentrum in Spanien eröffnen.

Ziele für 2020

Im Einklang mit seiner Wachstumsstrategie bis 2023/24 erwartet Zalando für das Jahr 2020 ein GMV-Wachstum von 20 bis 25% und ein Umsatzwachstum zwischen 15 und 20%. Das Unternehmen rechnet weiterhin mit einem profitablen Wachstum und einem bereinigten EBIT zwischen 225 und 275 Mio. Euro sowie Investitionen in Höhe von rund 330 Mio. Euro. Nicht berücksichtigt in der Prognose sind mögliche negative Einflüsse verursacht durch das Coronavirus.

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Helge Neumann / 27.02.2020 - 09:01 Uhr

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