„Wir brauchen einen Paradigmenwechsel“

Abschied von der Inzidenz?

Die Kritik an der Inzidenz als Richtwert für Beschränkungen des öffentlichen Lebens werden lauter. Ein Bundesland kündigte bereits einen „Paradigmenwechsel“ an.

Baden-Württemberg will offenbar die Inzidenz ab Mitte September nicht mehr als Richtwert verwenden. „Meine Position ist, dass wir einen Paradigmenwechsel brauchen, wenn vom 15. September an alle im Land ein Impfangebot erhalten haben werden“, sagte Gesundheitsminister Manfred Lucha der „Stuttgarter Zeitung“. Ab diesem Zeitpunkt seien Einschränkungen für Doppeltgeimpfte nicht mehr zu rechtfertigen. „Natürlich spielt die Inzidenz als Informationsquelle für das Infektionsgeschehen nach wie vor eine Rolle“, sagte Lucha weiter. „Aber als Richtwert für die Auslösung von Beschränkungen wird er nach unserer Ansicht ab Mitte September in den Corona-Verordnungen nicht mehr auftauchen. Selbstverständlich werden wir die Entscheidung der Ministerpräsidentenkonferenz dazu abwarten und einbeziehen.“ Am 10. August treffen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten zu erneuten Beratungen.

Ende Juli hat sich der Chef des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, für eine Beibehaltung der Inzidenz als „Leitindikator“ ausgesprochen. In Ergänzung zur Sieben-Tages-Inzidenz veröffentlicht das RKI allerdings mittlerweile auch die „Sieben-Tage-Inzidenz-Hospitalisierte gesamt“, um die Auslastung der Krankenhäuser abzubilden. 

Baden-Württemberg will offenbar die Inzidenz ab Mitte September nicht mehr als Richtwert verwenden. „Meine Position ist, dass wir einen Paradigmenwechsel brauchen, wenn vom 15. September an alle im Land ein Impfangebot erhalten haben werden“, sagte Gesundheitsminister Manfred Lucha der „Stuttgarter Zeitung“. Ab diesem Zeitpunkt seien Einschränkungen für Doppeltgeimpfte nicht mehr zu rechtfertigen. „Natürlich spielt die Inzidenz als Informationsquelle für das Infektionsgeschehen nach wie vor eine Rolle“, sagte Lucha weiter. „Aber als Richtwert für die Auslösung von Beschränkungen wird er nach unserer Ansicht ab Mitte September in den Corona-Verordnungen nicht mehr auftauchen. Selbstverständlich werden wir die Entscheidung der Ministerpräsidentenkonferenz dazu abwarten und einbeziehen.“ Am 10. August treffen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten zu erneuten Beratungen.

Ende Juli hat sich der Chef des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, für eine Beibehaltung der Inzidenz als „Leitindikator“ ausgesprochen. In Ergänzung zur Sieben-Tages-Inzidenz veröffentlicht das RKI allerdings mittlerweile auch die „Sieben-Tage-Inzidenz-Hospitalisierte gesamt“, um die Auslastung der Krankenhäuser abzubilden. 

Helge Neumann / 05.08.2021 - 08:32 Uhr

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