Schieflage durch zweiten Lockdown

Adler Modemärkte AG ist insolvent

Adler Modemarkt-Filiale (Foto: Adler)
Adler Modemarkt-Filiale (Foto: Adler)

Ziel ist laut dem Unternehmen aus Haibach bei Aschaffenburg ein Verfahren in Eigenverwaltung. Der Geschäftsbetrieb soll in vollem Umfang fortgeführt werden.

Wie das Handelsblatt unter Berufung auf das Unternehmen berichtet, sollen erhebliche Umsatzeinbußen durch den im Dezember begonnenen erneuten Lockdown ursächlich für den Insolvenzantrag sein. Trotz intensiver Bemühungen sei es nicht möglich gewesen, die entstandene Liquiditätslücke über eine Kapitalzufuhr durch staatliche Unterstützungsfonds oder durch Investoren zu schließen, teilt das Unternehmen demnach mit.
Der Vorstand soll weiterhin verwaltungs- und verfügungsbefugt bleiben. Zudem wurde ein Generalbevollmächtigter bestellt. Auch mehrere Tochterunternehmen des Unternehmens haben angekündigt, beim Amtsgericht Aschaffenburg einen Antrag auf Eröffnung von Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung zu stellen, berichtet das Handelsblatt.

Laut eigenen Angaben betrieb die Adler Unternehmensgruppe per Ende Dezember 2019 insgesamt 172 Filialen, davon 143 in Deutschland und 24 in Österreich, drei in Luxemburg und zwei in der Schweiz. Darüber hinaus betreibt das Unternehmen unter einen Online-Shop. Das Sortiment des Modeanbieters ist auf die Zielgruppe der über 55-Jährigen zugeschnnitten. Für diese biete man Mode des unteren Mittelpreissegments an, vorwiegend Damen- und Herrenoberbekleidung und Wäsche, aber auch Accessoires, Schuhe Kinder- und Babybekleidung sowie Trachtenmode und Hartwaren. Hauptumsatzträger des Unternehmens sind laut eigenen Angaben Eigenmarken.

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Petra Steinke / 10.01.2021 - 23:33 Uhr

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