Statement zur Lockdown-Verlängerung

ANWR zu Corona-Beschlüssen: „Enttäuschend“

Frank Schuffelen, Vorstandssprecher der ANWR Group (Foto: ANWR Group)
Frank Schuffelen, Vorstandssprecher der ANWR Group (Foto: ANWR Group)

Frank Schuffelen, Vorstandssprecher der ANWR Group eG, reagiert in einem Statement auf die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz vom 3. März. Immerhin: Ein kleines Licht am Ende des Tunnels sei erkennbar.

Sicherlich beeinflusst durch die großen Anstrengungen der vielen Einzelhandelsinitiativen ist zumindest die Inzidenzschwelle von 35 vom Tisch. Auch die Differenzierung nach Landkreisen ist zu begrüßen, auch wenn die Regelung dadurch für Händler und Kunden komplex wird“, so Schuffelen in seinem Statement. 
Gleichzeitig sei der Beschluss aber „ein Akt der Ungleichbehandlung der verschiedenen Branchen“ – trotz des identisch niedrigen Infektionsrisikos. „Wir können es nicht nachvollziehen, warum Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartencenter öffnen dürfen und weisen eindrücklich darauf hin, dass auch der Schuh- und Sportfachhandel dem Einzelhandel des täglichen Bedarfs zuzurechnen sind.“ Der Kauf von Schuhen für die Füße von Kindern und Jugendlichen bedürfe dringend einer fachkundigen Beratung inklusive Anprobe. Es gehe um die Gesundheit der Jüngsten.

Eine stabile Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100 Tsd. Einwohnern sei, unter der Voraussetzung geöffneter Schulen, einer fehlenden Teststrategie und weiterhin schleppender Impfquoten, kurzfristig nicht erreichbar, so Schuffelen weiter. „Und dennoch ist dieser Wert die Messgröße für die weitere Öffnung des Handels.“ Die Zulassung des Einkaufens mit Terminvereinbarung könne die meisten Händler wirtschaftlich nicht retten. Für die allermeisten Geschäfte seien dabei die Personal- und Betriebskosten höher als die Umsätze.
„Im Einzelhandel finden täglich 50 Millionen Kundenkontakte statt, davon entfallen 40 Millionen auf den Lebensmitteleinzelhandel. Es geht beim aktuellen Lockdown daher nur um 20% der Kundenkontakte – aber um 50% der Arbeitsplätze im Einzelhandel“, so das Statement des ANWR-Vorstandsvorsitzenden.

Login für Abonnenten
Sie möchten alle Inhalte lesen?
  • Website-Login
  • E-Paper-Zugang
  • Alle Newsletter
Petra Steinke / 04.03.2021 - 12:11 Uhr

Weitere Nachrichten

SABU-Vorstandssprecher Ulrich Rau in Berlin (Foto: Redaktion)

SABU: „Schwierige 20 Monate“

Generalversammlung in Berlin

Mit einigen Monaten Verspätung fand am 23. Oktober die ursprünglich für den Juni geplante Generalversammlung der SABU Schuh Verbund eG in Berlin statt. Im Fokus standen die Entwicklungen im Corona-Jahr 2020 – und ein besorgter Blick in die Zukunft. 

Seit rund vier Jahren betreiben Alexander und Dorina Körner das Schuhhaus „Schuhe Körner“ in Bruchsal. (Foto: Schuhe Körner)

Mit Kuration und Nähe

Schuhe Körner in Bruchsal

Nach mehreren internationalen Stationen als Filialleiter baute sich Alexander Körner gemeinsam mit seiner Frau Dorina in Bruchsal ein eigenes kleines Schuhhaus auf. Manches verlief zunächst anders als geplant, doch heute entspricht der Laden ganz den Vorstellungen des Gründerpaares.