„Make Amazon Pay“

Black Friday: Verdi will Amazon bestreiken

Orhan Akman ist Bundesfachgruppenleiter Einzel- und Versandhandel bei Verdi. (Foto: Kay Herschelmann)
Orhan Akman ist Bundesfachgruppenleiter Einzel- und Versandhandel bei Verdi. (Foto: Kay Herschelmann)

Verdi ruft anlässlich des „Black Friday“ die Beschäftigten von Amazon zu Streiks auf. Seit der Nacht zum 25. November haben die Beschäftigten in mehreren Versandzentren die Arbeit niedergelegt.

Die Aktionen sind laut Verdi Bestandteil eines weltweiten Aktionstages, den die internationale Dienstleistungsgewerkschaft UNI Global Union, zum „Black Friday“ gegen die Ausbeutung durch Amazon organisiert. An den Aktivitäten unter dem Motto „Make Amazon Pay“ beteiligen sich Beschäftigte unter anderem in den USA, Bangladesch, Spanien, Indien, Frankreich, Italien und Großbritannien. „Verdi unterstützt den weltweiten Aktionstag, denn auch hier gilt: Amazon muss zur Kasse gebeten werden! Es muss Schluss sein mit Steuervermeidung und Tariflosigkeit´“, betont Orhan Akman, Fachgruppenleiter für den Einzel- und Versandhandel bei Verdi.

Für die Aktionstage „Black Friday“ (26. November) und „Cyber Monday“ (29. November) erwartet der Handelsverband Deutschland (HDE) einen Gesamtumsatz von rund 4,9 Mrd. Euro, das wäre ein Zuwachs von 27% gegenüber dem Vorjahr. „Es ist absehbar, dass der Löwenanteil der durch die Aktionstage generierten Umsätze auch dieses Mal wieder auf Amazon und wenige andere Großkonzerne entfallen wird“, erklärt Akman. „Auf der Strecke bleiben kleinere Unternehmen, die keine Millionenetats für Werbung und Rabattschlachten aufbringen können“, so der Gewerkschafter. Amazon verschärfe durch seine Preiskriege den Verdrängungs- und Vernichtungswettbewerb in der Branche auch in Deutschland. Ausbaden müssten das die Beschäftigten, warnt Akman. „Amazon finanziert seine aggressive Strategie durch Dumpinglöhne und Steuervermeidung. Damit bezahlen die Kolleginnen und Kollegen und letztlich auch die gesamte Gesellschaft die Milliardenprofite dieses US-Giganten mit.“

Nach wie vor weigere sich Amazon, mit der Gewerkschaft über die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels sowie einen Tarifvertrag für Gute und Gesunde Arbeit zu verhandeln. „Das zeigt, dass der Konzern – anders als in Werbespots präsentiert – den Kolleginnen und Kollegen keine Wertschätzung entgegenbringt, sondern sie lediglich als Kostenfaktoren ansieht. Milliardengewinne und Dumpinglöhne sind zwei Seiten ein und derselben Medaille bei Amazon“, so Akman.

Die Aktionen sind laut Verdi Bestandteil eines weltweiten Aktionstages, den die internationale Dienstleistungsgewerkschaft UNI Global Union, zum „Black Friday“ gegen die Ausbeutung durch Amazon organisiert. An den Aktivitäten unter dem Motto „Make Amazon Pay“ beteiligen sich Beschäftigte unter anderem in den USA, Bangladesch, Spanien, Indien, Frankreich, Italien und Großbritannien. „Verdi unterstützt den weltweiten Aktionstag, denn auch hier gilt: Amazon muss zur Kasse gebeten werden! Es muss Schluss sein mit Steuervermeidung und Tariflosigkeit´“, betont Orhan Akman, Fachgruppenleiter für den Einzel- und Versandhandel bei Verdi.

Für die Aktionstage „Black Friday“ (26. November) und „Cyber Monday“ (29. November) erwartet der Handelsverband Deutschland (HDE) einen Gesamtumsatz von rund 4,9 Mrd. Euro, das wäre ein Zuwachs von 27% gegenüber dem Vorjahr. „Es ist absehbar, dass der Löwenanteil der durch die Aktionstage generierten Umsätze auch dieses Mal wieder auf Amazon und wenige andere Großkonzerne entfallen wird“, erklärt Akman. „Auf der Strecke bleiben kleinere Unternehmen, die keine Millionenetats für Werbung und Rabattschlachten aufbringen können“, so der Gewerkschafter. Amazon verschärfe durch seine Preiskriege den Verdrängungs- und Vernichtungswettbewerb in der Branche auch in Deutschland. Ausbaden müssten das die Beschäftigten, warnt Akman. „Amazon finanziert seine aggressive Strategie durch Dumpinglöhne und Steuervermeidung. Damit bezahlen die Kolleginnen und Kollegen und letztlich auch die gesamte Gesellschaft die Milliardenprofite dieses US-Giganten mit.“

Nach wie vor weigere sich Amazon, mit der Gewerkschaft über die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels sowie einen Tarifvertrag für Gute und Gesunde Arbeit zu verhandeln. „Das zeigt, dass der Konzern – anders als in Werbespots präsentiert – den Kolleginnen und Kollegen keine Wertschätzung entgegenbringt, sondern sie lediglich als Kostenfaktoren ansieht. Milliardengewinne und Dumpinglöhne sind zwei Seiten ein und derselben Medaille bei Amazon“, so Akman.

Helge Neumann / 24.11.2021 - 16:10 Uhr

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