Überbrückungshilfe III Plus

Bundesregierung verlängert Wirtschaftshilfen bis Ende September

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. (Foto: Bundeswirtschaftsministerium)
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. (Foto: Bundeswirtschaftsministerium)

Mit der Überbrückungshilfe III Plus werden nicht nur die bisherigen Hilfen verlängert, sondern auch erweitert. Lob für die neuen Maßnahmen gibt es vor allem vom Handelsverband Deutschland.

Wie bereits angekündigt, werden die Hilfsmaßnahmen auch über den 30. Juni in Form der Überbrückungshilfe III Plus verlängert. Auch wenn viele Betriebe wieder unter Einschränkungen öffnen dürfen, bedarf es noch über einen längeren Zeitraum hinweg Unterstützung für die Unternehmen. Bis Ende September können Unternehmen mit mindestens 30% Umsatzverlusten weiterhin Hilfsgelder beantragen. Dabei wurden die Höchstsetze stark erhöht. Anstatt zwölf Millionen Euro sind die Förderungen ab dem dritten Quartal nun erst bei 52 Millionen Euro gedeckelt.

Wer schon frühzeitig Mitarbeiter aus der Kurzarbeit holt oder gar neues Personal einstellt, für den gebe es außerdem Sonderprämien. Sind die Personalkosten im dritten Quartal 2021 höher als im Vergleichsmonat Mai, kann man sich einen Teil der Differenz zurückerstatten lassen. Für den Juli wurde ein Zuschuss in Höhe von 60% der Differenz angekündigt, im August soll es 40% und im September noch 20% Rückerstattung geben. „Es ist ein neuer, sozialer Aspekt unseres breiten Hilfsangebots, das Anreize zur Beendigung von Kurzarbeit und zu Neuanstellungen setzt“, erklärt Bundesfinanzminister Olaf Scholz in der Bekanntmachung.

Lob für die erhöhten Maximalförderungen gibt es vom Handelsverband Deutschland (HDE). Für viele Händler sei der bisherige Satz nicht ausreichend gewesen, um die bestehenden Fixkosten zu decken. Man habe sich jedoch eine sofortige Ausweitung auf das gesamte Jahr 2021 erhofft. Laut Opposition gebe es zudem vorhersehbare Probleme mit der neuen Überbrückungshilfe. Da sie nicht vorzeitig beantragbar ist, seien Verzögerungen vorprogrammiert, kritisiert zum Beispiel Claudia Müller, Mittelstandsbeauftragte der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen.

Die Überbrückungshilfe und ab dem 01. Juli auch die Überbrückungshilfe III Plus können über die eigens dafür eingerichtete Plattform von Wirtschafts- und Finanzministerium beantragt werden.

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Christopher Mastalerz / 09.06.2021 - 15:32 Uhr

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