„Synergieeffekte nutzen“

Caprice startet Produktion in Sri Lanka

Omar Saeed, Inhaber der pakistanischen SGF Ltd. (li.), und Caprice-Geschäftsführer Jürgen Cölsch wollen ihre Zusammenarbeit intensivieren. (Foto: Caprice)
Omar Saeed, Inhaber der pakistanischen SGF Ltd. (li.), und Caprice-Geschäftsführer Jürgen Cölsch wollen ihre Zusammenarbeit intensivieren. (Foto: Caprice)

Der Pirmasenser Schuhhersteller Caprice will sein Engagement in Südasien ausbauen. Neben Pakistan, Bangladesch und Myanmar soll Sri Lanka ein weiterer Produktionsstandort werden. 

Bereits ab April 2022 sollen Caprice-Lederschuhe für die kommende H/W-Saison auf den Bändern der gemeinsam mit der pakistanischen SGF Ltd. betriebenen Schuhfabrik in Colombo laufen.

„Mit unserem pakistanischen Partner arbeiten wir seit über 20 Jahren sehr vertrauensvoll und erfolgreich zusammen. Die Schuhfabrik in Sri Lanka, die in bereits bestehende Organisationsstrukturen eingebunden wird, kann Synergieeffekte beider Partner nutzen und soll in den kommenden Jahren sukzessiv ausgebaut werden“, erklärt Caprice-Geschäftsführer Jürgen Cölsch.

Laut dem Unternehmen profitiert Sri Lanka seit Mai 2017 von einem verbesserten Marktzugang zur EU im Rahmen des Allgemeinen Präferenzsystems gegenüber Entwicklungsländern (GSP+).

„Wir beteiligen uns organisatorisch, technisch und finanziell an der Erweiterung und Modernisierung der bereits bestehenden Produktionsanlage, deren Beschäftigte geschulte Fachkräfte sind, die bereits über langjährige Erfahrung in der Herstellung von Schuhen aus edlen Ledern verfügen. Die Fabrik befindet sich an einem für uns idealen Standort", so Cölsch. Für den Transportweg zum Port of Colombo benötigten die Schuhe nur eine Stunde und hätten von dort aus einen „relativ kurzen Weg“ durch den Suezkanal nach Europa. Der Weg nehme etwa die Hälfte der Transportzeit von Häfen in Fernost in Anspruch. Zudem biete das Handelsabkommen mit dem Nachbarland Indien freien und schnellen Zugang zu dessen wichtigem Beschaffungsmarkt für Leder. „Die Produktion in Sri Lanka wird uns und unseren Kunden mehr Flexibilität, Qualität und schnellere Lieferungen ermöglichen“, so Cölsch. 

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Petra Steinke / 24.11.2021 - 13:22 Uhr

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