Einige dürfen öffnen – andere nicht

Chaos beim Kinderschuh-Verkauf

Kleinkinderschuh von Primigi (Foto: Primigi)
Kleinkinderschuh von Primigi (Foto: Primigi)

Ja oder nein? In einigen Städten ist der Verkauf von Kinderschuhen derzeit erlaubt – in anderen nicht. In Bonn gab es jetzt eine Rolle rückwärts.

Öffnen oder nicht? Für zwei Kinderschuhgeschäfte in Bonn gab es nach der Erlaubnis gleich die Absage: Die Stadtverwaltung Bonn hatte ihnen zunächst gestattet, unter strengen Auflagen den Verkauf von Kinderschuhen wieder durchführen zu können. Die Behörde hatte erklärt, die Schuhgeschäfte seien seit Dezember zu, Kinderschuhe wüchsen aber weiter und müssten mit kompetenter Beratung anprobiert werden. Da auch Babymärkte öffnen dürften, sei der Verkauf von Kinderschuhen ebenfalls im Einklang mit der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW. 

Schon einen Tag später war wieder Schluss: Die Stadt Bonn teilte am 22. Januar mit, eine Öffnung von Schuhgeschäften, auch zum ausschließlichen Verkauf von Kinderschuhen, sei doch nicht mit der Coronaschutzverordnung des Landes vereinbar. Die Bezirksregierung Köln hatte die Stadt darüber informiert, dass das Gesundheitsministerium die ursprüngliche Haltung der Stadt nicht teile.

In den Kommunen in NRW herrscht nach wie vor eine uneinheitliche Situation. In Mülheim an der Ruhr ist der Verkauf von Kinderschuhen derzeit erlaubt. Andere Kommunen im Land erteilten Händlern auf Nachfrage eine Absage.

In Baden-Württemberg stellt sich die Situation anders dar. Dort hat der Freiburger Händler Pross seit Mitte Januar wieder geöffnet. Nach einer formlosen Mail an die Stadtverwaltung habe er binnen zwei Tagen eine Genehmigung erhalten, erklärte der Händler gegenüber schuhkurier. Voraussetzung für die Öffnung sei, dass er überwiegend Schuhe bis Größe 30 verkaufe. „Wir dürfen auch größere Größen verkaufen, müssen aber nachweisen können, dass wir 60% des Umsatzes mit Baby- und Kleinkinderschuhen erzielen“, so Pross. 
Auch das Kinderschuhgeschäft Flauschi & Flecki in Grafenau hat seit dem 19. Januar wieder geöffnet. Das Händler-Ehepaar Tiarks vereinbart Einzeltermine für die Beratung. 

Login für Abonnenten
Sie möchten alle Inhalte lesen?
  • Website-Login
  • E-Paper-Zugang
  • Alle Newsletter
Petra Steinke / 22.01.2021 - 22:34 Uhr

Weitere Nachrichten