Übersicht über alle Bundesländer

Corona-Regeln: Was gilt wo?

Die Fashionbranche leidet unter der Corona-Krise. (Foto: Unsplash/Arturo Rey)
Die Fashionbranche leidet unter der Corona-Krise. (Foto: Unsplash/Arturo Rey)

Zahlreiche Bundesländer haben zur Eindämmung der Corona-Pandemie neue Regelungen beschlossen. Was gilt in den 16 Bundesländern? Eine Übersicht.

Baden-Württemberg

Eine Verschärfung der Corona-Schutzverordnung gilt seit dem 24. November. Demnach gilt die Alarmstufe I, wenn an zwei Tagen in Folge mehr als 390 Corona-Infizierte auf den Intensivstationen des Landes gemeldet werden oder die Hospitalisierungsinzidenz den Grenzwert von 3 überschreitet. Für die Alarmstufe II müssen an zwei Tagen in Folge mehr als 450 Corona-Infizierte auf den Intensivstationen in Baden-Württemberg gemeldet werden oder die Hospitalisierungsinzidenz den Wert von 6 überschreiten. Da aktuell die Zahl der Intensivpatienten den Grenzwert überschreitet, gilt in Baden-Württemberg die Alarmstufe II. Diese sieht in weiten Teilen des Freizeit- und Kulturbereichs die Einführung der 2G-Regeln vor. Der Einzelhandel ist davon ausgenommen. Allerdings gilt in sogenannten Corona-Hotspots, in den denen die Sieben-Tages-Inzidenz 500 übersteigt, die 2G-Regel auch im Einzelhandel.

Bayern

In Bayern gilt ein Lockdown light. Diskos, Clubs und Bars müssen schließen, in der Gastronomie gilt eine Sperrstunde zwischen 22 und 5 Uhr. Weihnachtsmärkte dürfen nicht stattfinden. Im Freizeitbereich gilt flächendeckend die 2G-Regeln, der Einzelhandel ist davon jedoch ausgenommen. Im Handel gilt eine Begrenzung der Kundenanzahl auf einen Kunden pro 10 qm Verkaufsfläche. In Hotspots, in denen die Sieben-Tages-Inzidenz 1.000 übersteigt, gilt eine Kundenbegrenzun auf einen Kunden je 20 qm. 

Berlin

Ab dem 27. November gilt im Berliner Einzelhandel die 2G-Regel. Das hat der Senat der Hauptstadt am 23. November beschlossen. Darüber hinaus gilt auch weiterhin die Maskenpflicht. Ausnahmen gelten für die Grundversorgung wie Supermärkte und Apotheken.

Brandenburg

Ab dem 24. November dürfen in Brandenburg Geschäfte, die nicht der Grundversorgung dienen, von Ungeimpften nicht mehr betreten werden. Zutritt haben lediglich Geimpfte und Genesene. Weihnachtsmärkte müssen landesweit abgesagt werden.

Bremen

Ab dem 25. November gilt in Bremen die Warnstufe 2. Im Freizeitbereich gilt weitgehend 2G, im Einzelhandel jedoch weiterhin lediglich die Maskenpflicht und das Abstandsgebot.

Hamburg

In Hamburg gilt eine 2G-Pflicht unter anderem in der Gastronomie, Bars und Clubs. Ab dem 29. November wird diese Regelung auf Theater, Kinos, Freizeiteinrichtungen und Hotels ausgeweitet. Im Einzelhandel gilt 2G nicht, es gibt jedoch eine Personenzahlbegrenzung auf einen Kunden pro 10 qm Verkaufsfläche. Bürgermeister Peter Tschentscher erteilte einem Lockdown eine Absage, stellte aber die Einführung von 2G Plus bei weiter steigenden Infektionszahlen in Aussicht.

Hessen

In Hessen gilt bei allen Veranstaltungen in Innenräumen sowie in der Gastronomie, Kultureinrichtungen und Hotels die 2G-Regel, nicht jedoch im Einzelhandel.

Mecklenburg-Vorpommern

Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern hat die Corona-Schutzmaßnahmen ausgeweitet. Die jeweils in einem Kreis oder kreisfreien Stadt gültigen Schutzmaßnahmen ergeben sich aus der Corona-Ampel des Landes. Diese hat vier Stufen, die sich aus der Zahl der Neuaufnahmen in Krankenhäusern, der Zahl der Corona-Neuinfektionen und der Auslastung der Intensivstationen ergeben. In Stufe 1 bis 3 gilt im Einzelhandel die Maskenpflicht, in Stufe 4 kommt 2G zum Einsatz. Nur noch Geimpfte und Genesene dürfen Geschäfte betreten, die nicht der Grundversorgung diesen. Welche Stufe in welchem Kreis gilt, zeigt das Corona-Infoportal des Landes tagesaktuell an.

Niedersachsen

Ab dem 24. November gilt in Niedersachsen die Warnstufe 1. Das hat zur Folge, das 2G auch im Innenbereich auf allen Veranstaltungen in Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen, in Diskotheken, Gastronomie, bei der Beherbergung und körpernahen Dienstleistungen gilt. Im Einzelhandel gilt 2G nicht. Auf Weihnachtsmärkten gilt draußen wie drinnen 2G - und auch Maskenpflicht.

Nordrhein-Westfalen

NRW hat verschärfte Corona-Regeln beschlossen. Im Freizeitbereich gelten demnach flächendeckend Zugangsbeschränkungen für Erwachsene, die nicht geimpft oder genesen sind (2G-Regel). In Bereichen mit besonders hohem Infektionsrisiko - etwa in Diskotheken, Clubs oder bei Karnevalsfeiern - müssen selbst Geimpfte und Genesene dann zusätzlichen einen aktuellen negativen Test vorlegen (2G plus). 

Rheinland-Pfalz

Die Zahl der Corona-Infektionen steigt rasant. Als Konsequenz wird das öffentliche Leben in Rheinland-Pfalz seit dem 24. November vor allem für Ungeimpfte eingeschränkt. Grundsätzlich gilt die 2G-Regel beim Zutritt zu Veranstaltungen, Hotels und Gaststätten sowie Dienstleistungen. In Ladengeschäften müssen medizinische Masken getragen werden. Die 2G-Regel gilt dort nicht.

Saarland

Neu im Saarland ist die Einführung der 2G- bzw. 3G-Regeln. Im Außenbereich können die Verantwortlichen bei Veranstaltungen und Märkten zwischen der konsequenten Umsetzung der 3G-Regel oder einer Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für alle entscheiden. Im Innenbereich gilt grundsätzlich die 2G-Regel, beispielsweise in Restaurants, wobei diese für Clubs und Discotheken aufgrund eines höheren Infektionsrisikos durch eine zusätzliche Testpflicht ergänzt wird. Hier greift die 2G+-Regel. Im Einzelhandel gelten weder 2G noch 3G.

Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt gelten ab Mittwoch schärfere Corona-Regeln. Dazu zählen unter anderem die 2G-Regel in der Gastronomie und die Aufhebung der Präsenzpflicht in Schulen. Das 2G Plus Modell gilt in Clubs und Diskotheken. Auf Weihnachtsmärkten gilt 3G. Für den Einzelhandel wurden über die bestehenden Maßnahmen keine Verschärfungen beschlossen. 

Sachsen

Die neue sächsische Corona-Schutzverordnung gilt seit dem 22. November bis zum 20. Dezember. Unter anderem betreffen die verschärften Maßnahmen auch den Einzelhandel. So dürfen ab nur noch geimpfte und genesene Kunden Geschäfte des Einzelhandels betreten. Ausnahmen gelten für Waren des täglichen Bedarfs. Hinzu kommt eine Begrenzung der Kundenzahl: bis 800 qm Verkaufsfläche ein Kunde pro 10 qm, auf Flächen darüber hinaus zusätzlich ein Kunde pro 20 qm. Weihnachtsmärkte sind verboten. Freizeiteinrichtungen und Bars sind geschlossen.

Schleswig-Holstein

Seit dem 22. November gelten in Schleswig-Holstein in Innenbereichen von Freizeiteinrichtungen und Gaststätten die 2G-Regeln (genesen oder geimpft). Ausgenommen sind Kinder bis zur Einschulung und minderjährige Schülerinnen und Schüler, die regelmäßig in der Schule getestet werden. Personen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, können mit Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung und eines negativen Tests auch Angebote wahrnehmen, für die 2G-Regeln gelten. Für den Einzelhandel wurden keinen neuen Regeln erlassen. 

Thüringen

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat die Landesregierung in Erfurt neue Maßnahmen beschlossen, die ab dem 24. November gelten. Die neuen Regeln betreffen auch den Einzelhandel: Zugang zu Geschäften haben nur noch geimpfte und genesene Personen. Weihnachtsmärkte werden grundsätzlich untersagt. Clubs, Bars und Diskotheken müssen komplett schließen.

Login für Abonnenten
Sie möchten alle Inhalte lesen?
  • Website-Login
  • E-Paper-Zugang
  • Alle Newsletter
Helge Neumann / 24.11.2021 - 08:58 Uhr

Weitere Nachrichten