Lockdown soll vermieden werden

Das könnte die MPK heute beschließen

Bleibt der Handel offen? Am 21. Dezember soll unter anderem über diese Frage entschieden werden. (Foto: Unsplash/Tim Mossholder)
Bleibt der Handel offen? Am 21. Dezember soll unter anderem über diese Frage entschieden werden. (Foto: Unsplash/Tim Mossholder)

Kurz vor Weihnachten werden Bundeskanzler Scholz und die Chefinnen und Chefs der Länder über weitere Corona-Maßnahmen beraten. Laut Beschlussvorlage soll 2G bundesweit bleiben. Auch für Geimpfte und Genesene könnte es Kontaktbeschränkungen geben.

Der Beschlussvorlag für die Videoschaltkonferenz am 21. Dezember erläutert, dass sich die neue Virusvariante Omikron „sehr viel schneller und einfacher von einem Menschen auf den anderen überträgt“. Darin seien sich die 19 Mitglieder des neu gebildeten Expertenrats der Bundesregierung einig. Eine „explosionsartige Verbreitung“ sei zu befürchten. Die bestehenden Kontaktbeschränkungen sollen daher fortbestehen. Bundesweit bleibt damit der Zugang zu Einrichtungen und Veranstaltungen im Kultur- und Freizeitbereich sowie zum Einzelhandel (ausgenommen: Geschäfte des täglichen Bedarfs) inzidenzunabhängig nur für Geimpfte und Genesene möglich. Laut Beschlussvorlage könnte zudem ein aktueller Test vorgeschrieben werden (2GPlus).

Für Großveranstaltungen sollen Begrenzungen der Auslastung und eine Obergrenze von Besuchern festgelegt werden. Auch hier soll weiterhin 2G gelten, gegebenenfalls 2GPlus. In Ländern mit einem hohen Infektionsgeschehen müssen Veranstaltungen möglicherweise abgesagt werden. Gelten sollen neue Einschränkungen ab dem 28. Dezember.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte zuletzt in der ARD einen harten Lockdown, wie er jetzt in den Niederlanden eingeführt wurde, ausgeschlossen. FDP-Chef und Bundesfinanzminister Christian Lindner erklärte ebenfalls am 20. Dezember in Berlin, ein harter Lockdown solle vermieden werden. Zwar könne es weitere Verschärfungen bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen geben. Mit konsequentem Maskentragen und 2G- bzw. 3G-Regeln könne die Schließung von Schulen und Einzelhandel aber möglicherweise abgewendet werden.

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Petra Steinke / 20.12.2021 - 15:28 Uhr

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