Pläne für Produktion, Preise und Vertrieb

Das plant Familie Müller mit Kandahar

Die Unternehmerfamilie Müller bei der Übernahme der Marke Kandahar. (Foto: Ralph Dietsche)
Die Unternehmerfamilie Müller bei der Übernahme der Marke Kandahar. (Foto: Ralph Dietsche)

Die Schuhherstellerfamilie Müller erwarb im September die Marke Kandahar. Karl Müller IV. äußerte sich nun dazu, was sich ändern soll – und vor allem, was nicht.

Die Schweizer Schuhmarke Kandahar soll weiterhin „Swiss Made“ bleiben, erklärt Karl Müller IV., der mit seiner Unternehmerfamilie auch die Marken Joya und Kybun betreibt, in einem Gespräch mit dem Schuhhändlerverband Schuhschweiz. Man arbeite daran, dass Kandahar künftig in der Müller-Schuhfabrik in Sennwald gefertigt werden könnten. Einzelteile wie das Obermaterial werde zukünftig jedoch in Fabriken in Frankreich und Portugal gefertigt und dann in der Schweiz montiert.

Auch sonst wolle die Müller-Dynastie bewusst nicht zu viel an der Marke Kandahar ändern. Es sei für den Erfolg der Marke wichtig, dass das bestehende Profil geschärft, stellt Karl Müller klar: „Der Erfolg von Kandahar basiert auf einigen ikonischen Designs. Innovation ist unabdingbar, aber 80% der Zeit muss man auf das verwenden, was bereits existiert und das vor allem bei hochpreisigen Produkten.“ Es werden weiterhin alle Schuhe mit den markentypischen Elementen wie der Kork-Zwischensohle ausgestattet sein, auch an der Preisstruktur mit Preisen ab 400 Franken (377 Euro) soll grundsätzlich festgehalten werden. Änderungen soll es hingegen bei der Größe der Kollektion geben. Kandahar-Kollektionen sollen schlanker werden, um Qualitätsstandards sicherzustellen und Lieferfristen einzuhalten. Im Vertrieb werde bei der Marke Kandahar zukünftig mit der Agentur Brandpool zusammengearbeitet, um die Betreuung der Händlerinnen und Händler zu intensivieren. Außerdem soll die Markenbekanntheit mit Aktionen wie Pop-Up-Flächen gesteigert werden.

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Christopher Mastalerz / 29.10.2021 - 13:25 Uhr

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