Schuhindustrie

Dr. Martens: Börsengang wird zum Zahltag

Dr. Martens eröffnet Store in Nürnberg. (Foto: Dr. Martens)
Dr. Martens eröffnet Store in Nürnberg. (Foto: Dr. Martens)

Dr. Martens will im Rahmen des bevorstehenden Börsengangs Milliarden einnehmen. Die Führungskräfte der Schuhmarke erhalten hohe Bonuszahlungen.

Dr. Martens geht an die Börse. Nach Informationen der Schuhmarke aus Großbritannien könnte der Handel mit den Aktien am 2. Februar starten. Im Rahmen des Börsengangs bietet Dr. Martens 350 Mio. Aktien an, das entspricht 35% der Anteile. Der Ausgabepreis soll zwischen 3,70 und 4,20 Euro liegen. Damit würde das Unternehmen knapp 1,5 Mrd. Euro einnehmen und der Börsenwert von Dr. Martens würde bis zu 4,2 Mrd. Euro betragen. 

Der Finanzinvestor Permira hatte Dr. Martens im Jahr 2014 von der Familie Griggs für 380 Mio. Euro übernommen. Im Geschäftsjahr 2019/20, das am 31. März 2020 endete, stiegen die Umsätze um fast 50% auf 753 Mio. Euro. Permira wird auch weiterhin mehrheitlich an dem Unternehmen beteiligt sein, die Familie Griggs hält weiterhin 10% der Anteile.

Verläuft der Börsenstart erfolgreich, werden fast 400 Mio. Euro an insgesamt 22 Führungskräfte von Dr. Martens ausgeschüttet. So soll unter anderem CEO Kenny Wilson, der seit zwei Jahren für das Label tätig ist, 65 Mio. Euro erhalten. Auch Aufsichtsratschef Paul Mason wird eine zweistelligen Millionenprämie erhalten.

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Helge Neumann / 26.01.2021 - 09:11 Uhr

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