„Damit der Einkauf künftig so unkompliziert wie möglich ist“

ECE setzt auf Luca-App

Der Shoppingcenter-Betreiber ECE und Händler wie Deichmann und Breuninger setzen bundesweit auf die Einführung der Kontaktnachverfolgungsapp Luca.

Um eine sichere Nachverfolgung der Kundenkontakte zu ermöglichen, möchte der Shoppingcenter-Betreiber ECE in den bundesweit rund 10.000 Shops die neue Luca-App nutzen. Die App erlangte unter anderem durch ihren berühmten Paten Smudo, einen deutschsprachigen Rapper der Gruppe „Fantastische Vier“, Bekanntheit. Noch steht die politische Entscheidung zur flächendeckenden Nutzung der App aus. Auch das Bündnis der großen Einzelhändler „Das Leben gehört ins Zentrum“, welches die ECE mit initiiert hatte, setzen auf die flächendeckende Nutzung der App. Unternehmen wie Breuninger, Deichmann, Katag, KiK und Thalia wollen die neue App daher ebenfalls einsetzen. Entscheidend ist jetzt laut der Verantwortlichen, dass die Politik die letzten dafür erforderlichen Weichen stellt. Dabei geht es unter anderem um die Finanzierung des Vorhabens, dass von Bund oder den Gesundheitsämtern getragen werden solle.

Joanna Fisher, CEO ECE Marketplaces: „Wir freuen uns auf unsere Kunden und bereiten uns jetzt gemeinsam mit unseren Mietern intensiv auf die Wiedereröffnung der Geschäfte vor – mit allen erforderlichen Präventionsmaßnahmen und Auflagen. Dabei setzen wir für alle unsere 100 Center sowie die 50 Fachmarktzentren unseres Joint-Ventures MEC gemeinsam mit dem Handel auf die Luca App, die eine einfache und datenschutzkonforme Kontaktnachverfolgung ermöglicht. Auch wenn die App in den kommenden Tagen erst nach und nach genutzt werden kann, noch einige politische Entscheidungen ausstehen und es natürlich immer auch alternative Möglichkeiten geben wird, seine Kontaktdaten zu hinterlegen, wäre es toll, wenn sich möglichst viele Kundinnen und Kunden schon jetzt die App herunterladen würden, damit der Einkauf künftig so unkompliziert wie möglich ist.“

Patrick Hennig, CEO von Luca-Erfinder Culture4life erklärt: „Wir sind angetreten, um mit Luca die Gesundheitsämter zu entlasten. Dazu müssen möglichst viele mitmachen. Deswegen ist es eine tolle Nachricht, dass der Einzelhandel hier einen Schritt nach vorne macht. Luca ist eine Datenautobahn in die Gesundheitsämter – mit Spuren in zwei Richtungen. Per Mausklick können mögliche Betroffene einer Infektionskette in Minutenschnelle nach der Risikoeinschätzung durch die Gesundheitsämter informiert werden. Infektionsketten können bis zu ihrem Ursprung zurückverfolgt und unterbrochen werden. Dabei war es uns wichtig, dass die Anwendung für Nutzer so einfach wie möglich ist.“

Wie funktioniert „Luca“?

Jeder Laden hinterlegt digital seinen Standort und hängt einen QR-Code im Schaufenster. Der Kunde lädt sich die App auf sein Smartphone, hinterlegt seine Kontaktdaten, scannt den QR-Code und checkt so im Laden ein. Wenn der Kunde den Laden verlässt, wird er automatisch wieder ausgecheckt. Werden nun Infektionen mit dem Corona-Virus gemeldet, kann das örtliche Gesundheitsamt die Kontakte im Laden über das verschlüsselte System innerhalb kürzester Zeit nachverfolgen und Infektionsketten schnell unterbrechen.

Das Team hinter der Luca-App setzt sich zusammen aus der neXenio GmbH, einer Ausgründung des Hasso-Plattner-Instituts, der Bundesdruckerei, Fraunhofer AISEC und einigen Kulturschaffenden, wie der Band „Die Fantastischen Vier“.

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Laura Klesper / 08.03.2021 - 15:17 Uhr

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