„Es ist Sand im Getriebe der weltweiten Logistik“

Einzelhandel klagt über Lieferprobleme

Im Einzelhandel kann gegenwärtig nicht jede Bestellung erfüllt werden. Drei Viertel der Einzelhändler klagten im September über entsprechende Probleme. Das geht aus einer Umfrage des ifo-Instituts hervor. 

„Die Beschaffungsprobleme aus der Industrie sind nun auch im Handel angekommen“, sagt der Leiter der ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. „Manches Weihnachtsgeschenk wird vielleicht nicht lieferbar sein oder teuer werden.“

Im Fahrradeinzelhandel berichteten 100% aller befragten Unternehmen von Problemen bei ihren Bestellungen. „Gegenwärtig ist Sand im Getriebe der weltweiten Logistik. Zudem sind Frachtraten in der Schifffahrt deutlich erhöht worden“, sagt Wohlrabe. Bei den Baumärkten (99%) und Möbelhäusern zeigen sich die Nachwirkungen der Holzpreisrally im ersten Halbjahr. Durch die Knappheit bei Chips und Halbleitern führt bei Händlern mit elektronischen Produkten aller Art dazu, dass nicht jedes Produkt sofort verfügbar ist. Das melden 97% der Einzelhändler von Unterhaltungselektronik. Im Kfz-Handel (88%) zeigen sich die Lieferprobleme insbesondere bei Elektroautos.

Als Konsequenz nehmen jetzt auch die Einzelhändler Preiserhöhungen ins Visier. „Die Industrie hat Preiserhöhungen angekündigt und diese kommt jetzt zwangsläufig im Einzelhandel an“, sagt Wohlrabe.

Auch der BTE/BDSE führt aktuell eine Umfrage zu Lieferverzögerungen im Mode- und Schuhhandel durch. 

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Helge Neumann / 12.10.2021 - 08:10 Uhr

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