„Signifikante Verschlechterung der Rahmenbedingungen“

Frankfurt Fashion Week: Messen im Januar abgesagt

Die Frankfurt Fashion Week fand wieder überwiegend online statt. (Foto: Frankfurt Fashion Week/Lucas Christiansen)
Die Frankfurt Fashion Week fand wieder überwiegend online statt. (Foto: Frankfurt Fashion Week/Lucas Christiansen)

Die bereits einmal verschobene Premiere der Frankfurt Fashion Week mit den Messen Premium, Neonyt, Seek und Value wird auch im Januar 2022 nicht stattfinden. Aufgrund der Verschärfung der Corona-Krise habe man sich für eine Absage entschieden, so die Veranstalter.

Die Fachmessen der Frankfurt Fashion Week müssen ihre physische Premiere in Frankfurt auf die Sommerausgabe vom 5. bis 7. Juli 2022 verschieben. In Anbetracht der durch den Expertenrat der Bundesregierung prognostizierten Zuspitzung der Pandemielage, die die Omikron-Variante für Deutschland mit sich bringen könnte, sei es für die Messe Frankfurt aktuell nicht möglich, den Termin zur erstmaligen Durchführung der Mode-Fachmessen in Frankfurt vom 18. bis 20. Januar 2022 zu halten, heißt es seitens der Veranstalter.
 
„Wir haben in den letzten Monaten unsere ganze Leidenschaft, Energie, Ideenkraft und Optimismus investiert – doch die unvorhersehbare aktuelle Entwicklung, die klar außerhalb unserer Einflusssphäre liegt, führt zu einer signifikanten Verschlechterung der Rahmenbedingungen für die Durchführung der Neonyt als Fachmesse von europäischer Relevanz. Selbiges gilt für das die Neonyt begleitende Contentcreation-Format Prepeek“, sagt Bettina Bär, Show Director Neonyt und Value und ergänzt: „Ich möchte mich ausdrücklich bei allen unseren Partnern aus der Neonyt-Community bedanken, die bis zuletzt wie wir an eine Präsenzveranstaltung geglaubt und gemeinsam mit uns an einer physischen Ausrichtung gearbeitet haben.“ Auch Anita Tillmann, Managing Partner der Premium Group, bedankte sich für die große Verbundenheit und Solidarität der Branche. „Lassen Sie sich impfen und bleiben Sie bitte gesund“, so Tillmann.

Als Impulsgeber der Textil- und Modeindustrie wird die Fashionsustain voraussichtlich als hybride Version in einem reduzierten Format mit regionalem Fokus umgesetzt. Auch die in der Off-Location Danzig am Platz geplante Neonyt Installation wird Stand heute auf der Basis passgenauer 2G und 2G+ Konzepte realisiert werden.

Es ist das zweite Mal, dass die Premiere der Frankfurt Fashion Week aufgrund der Corona-Krise verschoben werden muss. Ursprünglich war das neue Messeformat aus Premium, Seek, Neonyt und den Konferenzen Fashionsustain und Fashiontech für den Sommer 2021 geplant gewesen. Im Mai 2021 folgte dann die Absage der physischen Sommerpremiere. Stattdessen gab es ein digitales Format. Der physische Neustart wurde auf den Zeitraum vom 19. bis 21. Januar verschoben.

 

Im Herbst kündigten die Organisatoren ein neues Messeformat im Rahmen der Frankfurt Fashion Week an. „Val:ue“ soll die Plattform für Retail-Marken aus dem „Quality Mainstream Segment“ werden und Marken aus dem Damen- und Herrenbereich sowie den Kategorien Schuhe, Lederwaren, Accessoires und Lifestyle zeigen.

Ende November hatten die Organisatoren der Neonyt bereits erste Aussteller für die Januar-Veranstaltung benannt. 150 Marken und Unternehmen sollten auf der Messe ihre Produkte präsentieren, darunter Bekleidungslabels und Schuhmarken. Ausstellerlisten von Premium und Seek waren Anfang Dezember kommuniziert worden. Geplant war, die Messen unter 2GPlus-Regel stattfinden zu lassen. Noch Mitte Dezember hatten die Veranstalter auf schuhkurier-Nachfrage erklärt, an einer physischen Messe festhalten zu wollen.

   
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Petra Steinke / 22.12.2021 - 12:33 Uhr

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