„Werden 2022 wieder zulegen können“

Gabor meldet deutlichen Umsatzrückgang

Achim Gabor, Vorstandsvorsitzender Gabor (Foto: Gabor)
Achim Gabor, Vorstandsvorsitzender Gabor (Foto: Gabor)

Die Gabor Shoes AG hat ihre Umsätze für das Jahr 2020 bekanntgegeben. Das Unternehmen musste einen empfindlichen Rückgang hinnehmen.

Der Umsatz des Rosenheimer Schuhherstellers belief sich 2020 auf 301 Mio. Euro (inklusive Lizenzen, Gabor Shop & Store GmbH und Gabor Footwear GmbH). Das sind 17% weniger als im Vorjahr. 2019 hatte der Umsatz bei 362 Mio. Euro gelegen.

Die Absatzmenge betrug 6,7 Mio. Paar. Mit den Schuhen der Marken Gabor, Rollingsoft und Pius Gabor wurden im vergangenen Jahr 279 Mio. Euro Umsatz erreicht, 22 Mio. Euro wurden mit Lizenzen erzielt. Der Exportanteil lag bei 45%.

Die Zahl der Mitarbeiter betrug laut Gabor per 31. Dezember 2020 rund 2.900, davon knapp 400 in Deutschland und 2.500 in den beiden europäischen Werken in Portugal und der Slowakei.
„Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise und weltweiter Lockdowns erreichen uns als Hersteller zum Teil erst zeitversetzt. Umfangreiche Unterstützungsprogramme für den Handel, weitgehend ausgefallene Nachbestellungen, Zahlungsausfälle und Belastungen durch Kurzarbeit in den Werken hatten jedoch spürbare Auswirkungen für uns“, erklärt Vorstandsvorsitzender Achim Gabor die Zahlen.

Auch für das Jahr 2021 rechnet Gabor mit erheblichen Umsatzeinbußen aufgrund nochmals deutlich reduzierter Erstorders. Dennoch sieht sich das Unternehmen für die Zukunft gut gewappnet. „Wir haben in der Vergangenheit solide gewirtschaftet und sind daher auch in dieser herausfordernden Situation voll handlungs- und investitionsfähig. Wir werden weiter in attraktive Kollektionen und deren Bewerbung investieren und wir verlängern unser Unterstützungspaket für den Handel. Die weitere Digitalisierung erfordert zusätzliche Mittel, doch auch das können wir stemmen. Positiv stimmt mich neben dem Vertrauen, das viele Händler uns weiterhin schenken, der erfolgreiche Start unserer Herrenschuhmarke Pius Gabor, der erfreuliche Launch unserer Rollingsoft-Herrenkollektion sowie das weiterwachsende Online-Business“, so Achim Gabor.

Mit dem Gabor-Onlineshop, der aufgrund seines Marktplatz-Prinzips die stationären Handelspartner mit einbezieht, konnten teilnehmende Gabor-Partner Teile des fehlenden stationären Geschäfts ausgleichen.

Im Ausblick zeigt sich Achim Gabor optimistisch: „Sofern das Geschäft im Handel ab Frühjahr wieder einigermaßen normal läuft, werden wir 2022 wieder zulegen können.“

Zu Beginn des Jahres 2020 – noch vor der Corona-Pandemie –, hatte Achim Gabor im Interview mit schuhkurier erklärt, wie er sein Unternehmen neu aufstellen will. 

Im November 2020 startete Gabor ein neues Nachhaltigkeitsportal, das Interessierte über die Nachhaltigkeits-Maßnahmen des Unternehmens informieren soll. 

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Petra Steinke / 28.01.2021 - 11:49 Uhr

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