„Warenhäuser sind systemrelevant“

Galeria beantragt zum zweiten Mal Staatshilfen

Der Warenhauskonzern Galeria muss zum zweiten Mal in der Corona-Pandemie Staatshilfen beantragen. Das Unternehmen leide unter einem „Quasi-Lockdown im Weihnachtsgeschäft“, so der Finanzchef von Galeria.

Galeria hat Finanzmittel aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) beantragt. Das bestätigte Finanzvorstand Guido Mager gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die konkrete Summe sei noch offen, so der Manager. Möglicherweise werde das Unternehmen bis zu 220 Mio. Euro benötigen. Eine Entscheidung über den Antrag wird bis Ende des Jahres erwartet.

Galeria hatte bereits Anfang 2021 460 Mio. Euro aus dem WSF erhalten, um die Umsatzverluste aus dem mehrmonatigen Lockdown bewältigen zu können. Die bundesweite Einführung von 2G im Einzelhandel komme einem „Quasi-Lockdown im Weihnachtsgeschäft“ gleich, so Guido Mager. Für den Dezember erwarte das Unternehmen einen Umsatzrückgang in Höhe von 40%. Darüber hinaus sei Galeria „systemrelevant für die deutschen Innenstädte. Wenn Warenhäuser schließen, schlägt das voll auf die Innenstädte durch – besonders auf mittlere und kleine.“

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Helge Neumann / 08.12.2021 - 09:37 Uhr

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