Nach Wirtschaftsgipfel

HDE begrüßt Hilfszusagen für größere Handelsunternehmen

Josef Sanktjohanser (Foto: HDE)
Josef Sanktjohanser (Foto: HDE)

Die staatlichen Überbrückungshilfen sollen künftig auch Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 750 Mio. Euro offen stehen. Eine Öffnungsperspektive fehlt laut HDE weiterhin.

„Das ist ein guter Tag für viele größere Handelsunternehmen und damit auch für viele Innenstädte. Endlich hilft der Staat auch Händlern mit einem Jahresumsatz von über 750 Mio. im Rahmen der Überbrückungshilfe. Dafür haben wir seit Monaten gekämpft“, so HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. Die Not sei unabhängig von der Größe bei allen vom Lockdown betroffenen Händlern riesig. Der HDE will sich weiterhin dafür stark machen, eine Mäglichkeit zur Auszahlung eines Unternehmerlohns zu schaffen. Ansonsten drohe vielen Inhabern kleiner und mittelständischer Unternehmen der Absturz in die Armut. Es gebe jedoch darüber hinaus noch weitere notwendige Anpassungen, wie z.B. die Synchronisation von Entschädigungs- und Schließungszeitraum. Und auch bei der Ungleichbehandlung mit der Gastronomie bei den Dezemberhilfen sehe man noch immer Handlungsbedarf, so der HDE. Während Restaurants eine Umsatzentschädigung bekämen, würden die Händler für ihre geschlossenen Tage im Dezember bisher mit einem Fixkostenzuschuss abgespeist.

Zudem fordert der HDE weiterhin eine transparente und faire Öffnungsperspektive für die derzeit geschlossenen Einzelhändler. „Die Politik muss ihr Versprechen für einen einheitlichen Plan zum Ausstieg aus dem Lockdown rasch einlösen. Die aktuellen Unklarheiten verunsichern die Unternehmen in dieser schwierigen Situation zusätzlich. Da müssen klare Worte und Vorgaben her“, so Sanktjohanser weiter. Der Einzelhandel habe in den letzten Monaten bewiesen, dass er auch bei Inzidenzen von über 50 oder 35 mit seinen funktionierenden Hygienekonzepten sicherstellen könne, dass der Einkauf nicht zum Hotspot werde. Das zeige besonders der durchgehend geöffnete Lebensmittelbereich. Sanktjohanser: „Die politischen Entscheidungsträger müssen jetzt mit eindeutigen und nachvollziehbaren Aussagen für Transparenz sorgen. Derzeit erleben wir ein Durcheinander auf Länder- und Bundesebene.“ Es sei höchste Zeit für einen bundesweit gültigen Stufenplan.

 
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Petra Steinke / 16.02.2021 - 14:27 Uhr

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