„Zeit zum Handeln“

HDE fordert Ende des Sonntags-Tabus

Der Handelsverband Deutschland stellt 100 Tage vor der Wahl Forderungen an die neue Bundesregierung. Vor allem wird ein allgemeiner Sonntagsverkauf gefordert.

Mit dem Programm „Zeit zum Handeln“ stellt der Handelsverband Deutschland (HDE) seine Forderungen an die kommende Bundesregierung vor. In einer Erklärung 100 Tage vor der Wahl fordert der HDE nun ein Abschaffen oder Aufweichen des Verkaufsverbotes am Sonntag.

Zurzeit habe der Einzelhandel durch das allgemeine Verkaufsverbot am Sonntag einen Wettbewerbsnachteil gegenüber Kinos, Restaurants und Kultureinrichtungen. Innenstädte als Ganzes seien weniger attraktiv, wenn ein Teil der Orte am Sonntag geschlossen habe. „Nur als Gesamtkunstwerk können unsere Stadtzentren ihre volle Attraktivität entfalten und auch künftig erfolgreich und vital bleiben“, erklärt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Zudem sei dem HDE zufolge kein Land in der EU so restriktiv in der Frage nach dem Sonntagsverkauf wie Deutschland.

Von der aktuellen Bundesregierung fordere man als Ausgleich für die ausgefallenen Verkaufstage im Lockdown zumindest, bis zum Ende des Jahres das Verkaufen am Sonntag zu erlauben. Außerdem sollen die gelegentlichen verkaufsoffenen Sonntage in der jetzigen Form rechtssicherer werden, solange es keinen allgemeinen Sonntagsverkauf gibt. In der Vergangenheit sei auch schon sehr kurzfristig das Öffnen am Sonntag verhindert worden, nach dem bereits Werbung geschaltet und die Personalplanung danach ausgerichtet wurde.

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Christopher Mastalerz / 18.06.2021 - 09:04 Uhr

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