Stellungnahme zur Bundestagsdebatte

HDE kritisiert diskutierte Klima-Maßnahmen

Der Handelsverband Deutschland macht sich für politische Rahmenbedingungen zur Einhaltung der Klimaziele stark. Einige diskutierte Maßnahmen seien jedoch schwierig umsetzbar oder nicht zielführend.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) bekennt sich angesichts der aktuell geführten Bundestagsdebatte dafür, die Umsetzung weltweit vereinbarter Klimaziele mit verpflichtenden Maßnahmen auf europäischer und deutscher Ebene sicherzustellen. So befürworte man die Finanzierung von Energiewende-Maßnahmen über einen CO2-Preis.

Man warne jedoch davor, die Händler zu teuren und teilweise umweltpolitisch fragwürdigen Maßnahmen zu verpflichten. Der Plan im Land Nordrhein-Westfalen, dass bei der Errichtung neuer Parkplätze ein gewisser Prozentsatz mit Photovoltaik-Anlagen überdacht werden soll, sei daher nicht sinnvoll. Der Bau der sogenannten Carports seien dem HDE zufolge eher schädlich für das Klima. „Vielmehr sollte der Staat attraktive Rahmenbedingungen für unternehmerisches Engagement bei der Erzeugung erneuerbarer Energien setzen“, führt HDE-Hauptgeschäftsführer Genth aus. Oft machen es bürokratische Hürden den Händlern schwer, einen Beitrag für mehr Klimaschutz zu leisten.

Staatliche Zuschüsse für Elektroladestationen gebe es zum Beispiel nur, wenn die Station 24 Stunden am Tag zugänglich ist. An vielen Stellen sei das aufgrund von Lärmschutzauflagen nicht möglich, die Fördergelder können in diesen Fällen daher gar nicht beantragt werden.

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Christopher Mastalerz / 24.06.2021 - 14:31 Uhr

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