„Klares Bekenntnis zum Standort Deutschland“

Hier baut Birkenstock eine neue Schuhfabrik

Größte Investition der Unternehmensgeschichte: Birkenstock will eine neue Schuhfabrik in Pasewalk bauen. Der Standort in Mecklenburg-Vorpommern setzte sich im Auswahlverfahren durch.

Birkenstock plant nach eigenen Angaben, im Industriepark Berlin-Szczecin ein Grundstück mit 120.000 qm Fläche kaufen. Dort soll das neue EVA/PU-Kompetenzzentrum des Schuhherstellers entstehen, in dem künftig Kunststoff- und Outdoorsandalen gefertigt werden. In der ersten Ausbauphase sei der Bau der neuen Produktionsstätte mit Investitionen in Höhe von 50 Mio. Euro verbunden, teilte das Unternehmen weiter mit. Aufgrund des starken weltweiten Wachstums sei schon heute eine Erweiterung geplant. Mittelfristig sollen in Pasewalk 1.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Damit würde Birkenstock auf Anhieb größter privater Arbeitgeber zwischen Berlin und Szczecin. Der Schuhhersteller hat mit Vertreter der Stadt eine Vorvereinbarung unterzeichnet, der endgültige Kauf sei jedoch an bestimmte Voraussetzungen wie das Vorliegen der notwendigen bau- und immessionsschutzrechtlichen Genehmigungen geknüpft. Da diese noch nicht vorläge, führe man Gespräche an einem alternativen Standort weiter, so Birkenstock.

„Ich danke allen Beteiligten für die professionellen Beratungen und die bisherige positive Begleitung unseres Investitionsvorhabens. Das neue EVA/PU-Kompetenzzentrum ist für uns als Marke von überragender strategischer Bedeutung. Unsere Investitionen sind nicht nur ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland, sie sind auch eine wichtige Investition in unser künftiges Wachstum“, erklärte Birkenstock-CEO Oliver Reichert.

Produktion soll 2023 anlaufen

Laut Birkenstock sollen die Bauarbeiten in Pasewalk möglichst im zweiten Quatral 2022 beginnen. Die Produktion soll im ersten Quartal 2023 starten. In der Anlaufphase plant der Hersteller mit 400 Beschäftigten. Der Standort biete im Wesentlich drei Vorteile, so Birkenstock: der entwicklungsfähige Industriepark, die verkehrsgünstige Anbindung an die A20 und den Schienenverkehr und das Arbeitskräftepotenzial. „Wir wünschen uns, dass Birkenstock zu uns kommt“, sagte Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern. „Eine Ansiedlung wäre ein großer Erfolg für Vorpommern und für das ganze Land.“

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Helge Neumann / 17.12.2021 - 09:20 Uhr

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