„Die Erholung nach Corona verschiebt sich weiter“

ifo-Institut kürzt Wachstumsprognose

Das ifo Institut hat seine Wachstumsprognose für 2021 gekappt. Im kommenden Jahr soll die deutsche Wirtschaft jedoch stärker als bislang erwartet zulegen. 

„Die ursprünglich für den Sommer erwartete kräftige Erholung nach Corona verschiebt sich weiter“, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Die Wirtschaftsleistung wird in diesem Jahr nur noch um 2,5% zulegen, im kommenden Jahr dann aber um 5,1%. 2023 werden es nur noch 1,5%. „Derzeit schrumpft die Produktion der Industrie als Folge von Lieferengpässen bei wichtigen Vorprodukten. Gleichzeitig erholen sich die Dienstleister kräftig von der Coronakrise. Die Konjunktur ist gespalten“, sagt Wollmershäuser.

„Der plötzliche Anstieg der weltweiten Nachfrage hin zu langlebigen Konsumgütern, elektronischen Artikeln, sowie speziellen medizinischen Produkten hat viele Hersteller von industriellen Vorprodukten an ihre Kapazitätsgrenzen gebracht. Zudem wurden die globalen Lieferketten als Folge stark veränderter Warenströme vor enorme logistische Herausforderungen gestellt“, fügt Wollmershäuser hinzu. Dagegen profitierten die privaten Konsumausgaben vom Abflauen der Coronakrise.

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Helge Neumann / 22.09.2021 - 12:21 Uhr

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