Corona-Krise

Insolvenzantragspflicht: Verband fordert längere Aussetzung

Der Mittelstandsverband BVMW fordert die Verlängerung der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht um sechs Monate.

Im Rahmen einer 10-Punkte-Agenda für die Zeit nach Corona fordert der Bundesverband mittelständische Wirtschaft Unternehmerverband Deutschland (BVMW) eine weitere Aussetzung der Insolvenzantragspflicht um sechs Monate. Die jüngste Regelung lief Ende April aus. Vor allem die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag wehrt sich gegen eine erneute Verlängerung, während die SPD diese befürwortet. 

Es herrsche eine hohe Verunsicherung bei den Verantwortlichen, wann eine rechtliche Verpflichtung zur Stellung eines Insolvenzantrages bestehe, teilt der BVMW mit. Auch sei der Zeitpunkt einer Unterstützung durch öffentliche Instrumente unklar. Für Unternehmen und deren Geschäftsleiter bestünden aktuell insolvenzrechtliche Risiken, da z.B. unkalkulierbar sei, wann öffentliche Mittel wie Überbrückungshilfen tatsächlich ausgezahlt würden, und wie es mit Steuerstundungen nach Ablauf der Fristen weitergehe. Zwingend vorzunehmende Liquiditätsplanungen seien dadurch mit Unsicherheiten behaftet.

„Die Politik muss jetzt die Weichen für die Zukunft der Unternehmen stellen. Es gilt, die Folgen der Corona-Pandemie zu überwinden, Wachstum und Beschäftigung zu fördern und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland noch vor der Wahl zu sichern.“ Das erklärte BVMW Bundesgeschäftsführer Markus Jerger bei der Vorstellung des Zehn-Punkte-Plans. 

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Helge Neumann / 04.05.2021 - 13:15 Uhr

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