„Haben alle gesellschaftliche Verantwortung zu tragen“

Intersport steht zu Lockdown-Bestimmungen von Bund und Ländern

Dr. Alexander von Preen (Foto: Intersport)
Dr. Alexander von Preen (Foto: Intersport)

Die Sportverbundgruppe verurteilt eventuelle Vorhaben von Händlern, gegen Lockdown-Bestimmungen zu verstoßen. Zugleich formuliert die Intersport drei konkrete Forderungen, damit Händler besser durch die Krise kommen.

Die aktuell verordnete Schließung des Non-Food-Handels sei auch für den Intersport-Verbund mit seinen rund 1.500 Sportfachgeschäften eine große Herausforderung, teilt die Heilbronner Verbundgruppe mit. Dennoch trage man die Beschlüsse von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie mit, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern.

„Auch im Namen des Aufsichtsrats und meiner Vorstandskollegen distanzieren wir uns ausdrücklich von Bestrebungen einzelner selbständiger Sportfachhändler zur Wiedereröffnung ihrer Geschäfte trotz Lockdown. Hier geht es um gesellschaftliche Verantwortung, und die haben wir alle zu tragen“, erklärt Dr. Alexander von Preen, CEO der Intersport. Überlegungen des Intersport-Mitglieds Siebzehnrübl zu einer vorzeitigen Ladenöffnung zum 11. Januar 2021 trotz der Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar wurden zwischenzeitlich zurückgenommen. Siebzehnrübl hatte die Aktion abgeblasen, weil er sich von der rechten Szene und so genannten Querdenkern vereinnahmt fühlte. Man sei Einzelhändler und kein Gesetzesbrecher, erklärte der Händler laut mehreren Medienberichten.

„Unsere Aufgabe ist jetzt, im Intersport-Verbund sowie im Schulterschluss mit anderen Verbänden die Politik auf die prekäre Situation im Sporteinzelhandel aufmerksam zu machen und unsere Online-Aktivitäten weiter auszubauen“, ergänzt von Preen.

Um den vom Lockdown betroffenen Händlern mehr Unterstützung zu geben, fordert die Verbundgruppe eine einheitliche und bundesweite Click & Collect-Regelung sowie Wettbewerbsgleichheit im Einzelhandel mit einer stationären Verkaufsunterlassung von Sportartikeln und freizeitorientierten Nonfood-Artikeln im weiterhin geöffneten Lebensmittelhandel. Darüber hinaus appelliert man, Unterstützungsleistungen anzubieten, die sich am aktuellen Warenbestand in den stationären Geschäften orientieren und damit den direkt entgangenen Gewinnen in der aktuellen Situation Rechnung tragen.

   
Login für Abonnenten
Sie möchten alle Inhalte lesen?
  • Website-Login
  • E-Paper-Zugang
  • Alle Newsletter
Petra Steinke / 06.01.2021 - 12:21 Uhr

Weitere Nachrichten