Corona-Krise

Italien: Umsätze der Schuhindustrie brechen ein

Siro Badon, Vorsitzender von Assocalzaturifici (Foto: Micam)
Siro Badon, Vorsitzender von Assocalzaturifici (Foto: Micam)

Die Corona-Pandemie trifft die bereits zuvor angeschlagene italienische Schuhindustrie hart. Nach Angaben des nationalen Industrieverbands Assocalzaturifici ging der Umsatz der Branche im vergangenen um ein Viertel zurück. 

Die Erlöse der Unternehmen sanken auf 10,7 Mrd. Euro Die Produktionsmenge sank um 27% auf 130,5 Mio. Paar Schuhe. Ein wenig besser sahen die Export-Zahlen aus. Die italienischen Schuhausfuhren gingen im knapp 15% im Wert und 17% in der Menge zurück. „Das Jahr 2020 hatte schwerwiegende wirtschaftliche Folgen für unsere Branche“, erklärte Siro Badon, Präsident von Assocalzaturifici. „Wir haben nicht nur etwa ein Viertel der nationalen Produktion und des Umsatzes verloren, sondern müssen auch einen drastischen Rückgang des Konsums der italienischen Familien kompensieren.“

Laut einer Analyse des Marktforschungsunternehmes Sita Ricerca wurden im zurückliegenden Jahr 26 Mio. Paar Schuhe weniger verkauft. Vor allem die Nachfrage nach klassischen Damen- und Herrenschuhen brach ein. Auch der Start in das neue Jahr 2021fiel laut Assocalzaturifici „enttäuschend“ aus. „Unsere Unternehmen rechnen mit einem erneuten Umsatzrückgang um 15% im ersten Halbjahr“, so Siro Badon. Das Vor-Corona-Niveau sei noch in weiter Ferne.   

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Helge Neumann / 24.03.2021 - 09:18 Uhr

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