Entlastung für den Handel

Koalitionsausschuss beschließt weitere Corona-Hilfen

Für den Handel ist dabei ein Aspekt besonders interessant: Der steuerliche Verlustrücktrag wurde erweitert. Der BDSE begrüßt das Vorhaben. 

Laut den Beschlüssen des Koalitionsausschusses wird der steuerliche Verlustrücktrag gesetzlich für die Jahre 2020 und 2021 auf maximal 10 Mio. Euro bzw. 20 Mio. Euro bei Zusammenveranlagung erweitert. Es soll ein Mechanismus eingeführt werden, mit dem der Rücktrag unmittelbar finanzwirksam schon in der Steuererklärung 2019 nutzbar gemacht werden kann. Dies kann beispielsweise über die Bildung einer steuerliche Corona-Rücklage erfolgen. Damit schaffe der Bund, so eine Erklärung des Koalitionsausschusses, schon heute die notwendige Liquidität. Das Verfahren sei bürokratiearm zu verwalten. Die Auflösung der Rücklage erfolge dann spätestens bis zum Ende des Jahres 2022.

Darüber hinaus wurden im Koalitionsausschuss unter anderem auch ein erneuter Kinderbonus sowie die Verlängerung der Senkung der Mehrwertsteuer für die Gastronomie bis zum 31. Dezember 2021.
 

BDSE: „Völlig richtig“
 

Die Entscheidung, den Verlustrücktrag zu erweitern, ist aus Sicht des BDSE „völlig richtig“. BSDE-Geschäftsführer Prof. Siegfried Jacobs erklärt: „Das bringt jenen Schuhhändlern, welche die Verluste in 2020 und 2021 mit Vorjahresgewinnen verrechnen können, dringend notwendige Liquidität und ist zudem unbürokratisch zu organisieren. Das hatten wir in der Vergangenheit auch von der Bundesregierung gefordert.“
Dass nicht alle Schuhhäuser von der neuen Regelung profitieren können, sei bedauerlich, so Jacobs, es ändere aber nichts am grundsätzlich positiven Effekt für einen Teil der Unternehmen der Branche.

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Petra Steinke / 04.02.2021 - 18:53 Uhr

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