Kommentar von Laura Klesper

Kommentar: Veränderung

Laura Klesper
Laura Klesper

In der aktuellen Ausgabe findet das nunmehr dritte Interview aus unserer Jubiläumsreihe seinen Platz. Drei Stimmen, drei Meinungen und drei Vordenker, die alle eins fordern: Veränderung muss her. Und zwar schnellstens.

Nur mit einer Neujustierung der Geschäftspraktiken kann eine langfristige und solide Basis für die kommenden Jahrzehnte geschaffen werden. Das haben auch Unternehmen wie Melitta und Villeroy & Boch erkannt. Sie setzen nun unter  anderem auf Blaenk als Partner. Was als Start-up Conceptstore vor gut zwei Jahren begann, ist nun ein preisgekröntes Einzelhandelskonzept.

Vor zwei Jahren besuchte schuhkurier Martin Bressem in seinem neu eröffneten Pop-up Concept Store in der Düsseldorfer Innenstadt. Dort konnten intelligente Regalbretter, eine Videoberatung mit Sitz in Südafrika und eine quasi lückenlose anonymisierte Nachverfolgung der Kunden bestaunt werden. Inzwischen befindet sich der Flagshipstore in Köln – und auch sonst hat sich einiges weiterentwickelt. Digitales und physisches Shoppingerlebnis sind noch enger zusammengewachsen. Besucher erfahren eine Verknüpfung von online und offline, geschulte Beratung und neue Produkte, die sie vor Ort austesten können. Sei es der Fitnessspiegel, mit dem zuhause trainiert werden kann, oder die Kaffeemaschine, die vom Barista erklärt und vorgeführt wird.

Und Bressem will noch mehr. Im Interview mit schuhkurier stellt er nicht nur die Frage nach der künftigen Rolle des Verkaufspersonals, sondern prangert an, was die Branche seiner  Meinung nach am meisten ausbremst. Der Handel arbeite sich an zu hohem Margen- und Warendruck ab, für wirksame Innovationen bleibe dadurch keine Kraft übrig. Ob in Zukunft die klassischen Orderrunden zugunsten von Kommissionsware und Provisionszahlungen ausfallen und ob statt der klassischen Schuhverkäuferin hyperspezialisierte Berater auf der Fläche agieren, bleibt abzuwarten. Aber der Handel muss sich darauf einstellen, dass diese Veränderungen über kurz oder lang kommen werden. Durch die Corona-Krise sogar noch schneller als erwartet. Und er muss Strategien entwickeln, um weiterhin als gleichwertiger Partner der Industrie wahrgenommen zu werden. Und nicht nur als Mittelsmann, der die Ware an den Kunden bringt.

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Laura Klesper / 30.04.2021 - 11:30 Uhr

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