Corona Consumer Check

Konsumverhalten verstärkt digital

Innovative Services haben sich noch nicht vollständig durchgesetzt. (Grafik: IFH Köln)
Innovative Services haben sich noch nicht vollständig durchgesetzt. (Grafik: IFH Köln)

Das IFH Köln hat in seinem aktuellen Consumer Check festgestellt, dass Kunden ihre Käufe verstärkt ins Netz auslagern. Zufrieden sind sie jedoch nicht.

Seit Mitte Dezember ist das öffentliche Leben in Deutschland weitergehend heruntergefahren. Dies schlägt sich sowohl auf die Stimmung der Konsumenten, als auch auf ihr Einkaufsverhalten aus. Gewinner der Krise bleibt weiterhin der Onlinehandel, denn die Umfrage des IFH hat ergeben, dass seit Dezember rund 34% der Befragten ihre Kaufentscheidungen bewusst ins Internet ausgelagert haben. Damit sei der Onlineshift im Zeitvergleich des Corona Consumer Check nahezu gleichauf mit dem bisher ermittelten Höchstwert im Mai 2020 (35%).

Click & Collect führt innovative Services an

Neue Serviceangebote, die es dem Einzelhandel erlauben, trotz geschlossener Läden, Waren zu verkaufen, werden bisher von Konsument*innen noch eher selten aufgegriffen. Am meisten genutzt wird Click & Collect, das 17 Prozent der Befragten bereits genutzt haben, dicht gefolgt von Lieferservice-Angeboten von Händlern (16%). Neuere Cross-Channel-Services, wie beispielsweise die Beratung über soziale Netzwerke, virtuelle Showrooms oder Virtual Shoppingangebote werden noch kaum genutzt (5 %). Dabei werden letztere von den befragten Konsument*innen zwar als interessant bewertet, sind allerdings noch kaum bekannt. Im Ausbau dieser und weiterer Cross-Channel-Angebote und ihrer entsprechenden Kommunikation in die Zielgruppe liegt ein wichtiger Ansatz für den stationären Handel.

Konsumentenstimmung zunehmend angespannt

Die Stimmung der Deutschen ist zu Beginn des neuen Jahres durch die anhaltenden Coronamaßnahmen getrübt. So gibt ein Großteil der Befragten an, aktuell genervt (38%) oder angespannt (32 %) zu sein. Als entspannt beschreiben sich aktuell nur 26% der Befragten und damit weniger als in allen vorausgegangenen Befragungen. Ängstlich gestimmt sind lediglich 14%. Damit befindet sich dieser Wert nahezu auf dem gleichen Niveau wie zu Beginn der Pandemie im März 2020. Die angespannte Stimmung zeigt sich auch im Konsumverhalten: Aktuell geben 37% an, weniger einzukaufen als vor dem zweiten Lockdown.

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Laura Klesper / 09.02.2021 - 14:46 Uhr

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