„Testoption statt Notbremse“

Kreis Recklinghausen will weiterhin öffnen und testen

Der Kreis Recklinghausen in Nordrhein-Westfalen hat eine Allgemeinverfügung auf den Weg gebracht. Dadurch ist es möglich, dass die derzeitigen Öffnungen beibehalten werden können. Voraussetzung ist ein negativer Corona-Test.

Der Kreis macht damit nach eigenen Angaben von der Möglichkeit Gebrauch, die in der neuen Corona-Schutzverordnung des Landes angeboten wird: Statt einer Schließung sollen Tests die notwendige Sicherheit bieten. Das Gesundheitsministerium in Düsseldorf hat am 27. März sein Einvernehmen mit der Allgemeinverfügung des Kreises erklärt, die dann gemeinsam mit der neuen Coronaschutzverordnung am Montag, den 29. März, in Kraft trat.

„Im Kreis Recklinghausen haben wir innerhalb kürzester Zeit ein breites und flächendeckendes Angebot für Schnelltests aufbauen können. Mittlerweile sind mehr als 200 Teststellen zugelassen. Nur dadurch ist es möglich, dass wir auf die Testoption setzen können statt die Notbremse zu ziehen, die vor allem dem Einzelhandel und die Dienstleistern erneut zur Schließung gezwungen hätte", sagt Landrat Bodo Klimpel. „Ich danke allen Apotheken, Ärzten, privaten Anbietern und natürlich auch den Hilfsorganisationen für die Unterstützung und das große Engagement.“

 

Seit dem 29. März sind der Betrieb von Kulturstätten wie Museen, der Verkauf von Waren im Einzelhandel und körpernahe Dienstleistungen nach Terminvereinbarung mit der Möglichkeit der Rückverfolgbarkeit und einem negativem Schnelltest des Kunden möglich. Der Test darf nicht älter als 24 Stunden sein. Geschäfte des täglichen Bedarfs wie Lebensmittelmärkte, Drogerien und ähnliches bleiben geöffnet und sind von diesen Regelungen nicht betroffen. Gleiches gilt für Frisöre.
Die weiteren Vorgaben der neuen Coronaschutzverordnung sind ebenfalls am 29. März in Kraft getreten. Es gilt seitdem im Kreisgebiet erneut eine Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum. Es dürfen sich maximal ein Hausstand plus eine weitere Person treffen – ausgenommen sind Kinder unter 14 Jahren.

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Petra Steinke / 29.03.2021 - 18:54 Uhr

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