Steigende Infektionszahlen

Länder ziehen die Notbremse

Der bundesweite Lockdown dürfte kommen (Foto: Unsplash/Tim Mossholder)
Der bundesweite Lockdown dürfte kommen (Foto: Unsplash/Tim Mossholder)

Zwei Bundesländer bereiten harte Maßnahmen gegen die steigenden Corona-Infektionszahlen vor. Und der saarländische Modellversuch steht vor dem Aus.

Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, will offenbar nicht auf einen möglichen bundesweiten Lockdown warten. Laut einer Beschlussvorlage für den Landtag sind nächtliche Ausgangssperren, die Schließung von Schulen bis auf die Abschlussklassen sowie die Schließung von Kindertagesstätten vorgesehen. Auch der Einzelhandel muss bis auf Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Drogerien, Baumärkte, Buch- und Blumengeschäfte wieder schließen. Wann die Beschränkungen in Kraft treten, ist noch nicht bekannt. Zunächst soll über die Beschlussvorlage beraten werden. Es wird mit einer Entscheidung noch in dieser Woche gerechnet.

Auch in Baden-Württemberg will die Notbremse vorziehen. Ab kommendem Montag (19. April) soll es zu deutlichen Verschärfungen in dem Bundesland kommen. Man habe vom Bund vorgeschriebene Schritte in die neue Corona-Verordnung eingearbeitet, heißt es aus der Landesregierung.

Im Saarland, das nach Ostern zur Modellregion mit Öffnungen, flankiert von einer Schnelltest-Strategie, deklariert wurde, droht das Konzept zu scheitern. Seit Montag steht die Ampel in dem Bundesland auf Gelb; die Inzidenz und der R-Wert steigen, die Intensivstationen füllen sich. Am Freitag soll der Ministerrat über das weitere Vorgehen beraten.

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Petra Steinke / 15.04.2021 - 21:15 Uhr

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