Stollbag und Aporti starten

Leder Stoll schließt die Türen

Dr. Joachim Stoll (Foto: Stoll/koffer24.de)
Dr. Joachim Stoll (Foto: Stoll/koffer24.de)

Geschäftsaufgabe: Zum 30. September schließt Joachim Stoll sein Lederwarengeschäft in Frankfurt. Mit neuen Konzepten bleibt er der Branche allerdings treu.

Der Lockdown, fehlende Messegäste und Touristen in Frankfurt, die neue Vertriebsstrategie von LVMH für Rimowa: „Es ist viel zusammengekommen in den letzten Jahren“, fasst Joachim Stoll die Gründe für seinen Schritt zusammen. Ende September schließt er sein Lederwarengeschäft in der Frankfurter Schäfergasse, das vor 101 Jahren gegründet wurde.

Seinen Hauptumsatz erzielte Leder Stoll mit Reisegepäck und Business-Artikeln. Über 80 Prozent habe der Onlinehandel zuletzt zum Gesamtumsatz beigetragen. Von den Fixkosten sei sein Shop auf zweistellige Wachstumsraten ausgelegt gewesen, führt der 58jährige Fachhändler aus. Da diese nicht erzielt werden konnten, verkaufte Joachim Stoll bereits im Frühjahr die Markenrechte für seinen Onlineshop Koffer24.

Leder Stoll ist in Kürze also Geschichte. Stollbag und Aporti sind die Namen der Zukunft. Unter den beiden Marken bietet Joachim Stoll künftig nachhaltig gefertigte Rucksäcke sowie Freizeit- und Reisetaschen an. Dabei decken die Marken unterschiedliche Zielgruppen ab. Während Aporti über den Fachhandel vertrieben wird, wendet sich Stollbag als Eigenmarke von Amazon direkt an den Endverbraucher.

Außerdem wird Joachim Stoll künftig als Berater tätig sein. Einer seiner ersten Kunden: Koffer24. „Wir wollen hier ein neues System aufbauen, das vorwiegend auf Dropshipping beruht.“ Ziel sei es, möglichst wenig Ware auf Lager zu nehmen. Der Marketing-Background der neuen Shopinhaberin soll für „die neue Zukunft des Onlinehandel“ sorgen.

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Tobias Kurtz / 18.08.2021 - 13:07 Uhr

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