„Haben uns gut geschlagen“

Lieferprobleme kosten Adidas Millionen

Neuer Flagship Store von Adidas in London. (Foto: Adidas)
Neuer Flagship Store von Adidas in London. (Foto: Adidas)

Lockdowns, Logistikprobleme und China haben Adidas im dritten Quartal zugesetzt. Das Sportunternehmen konnte dennoch leicht wachsen.

Der Umsatz von Adidas legte im dritten Quartal 2021 um 3% auf 5,75 Mrd. Euro zu. Nach Angaben des Unternehmens haben das herausfordernde Marktumfeld in China, weitreichende Lockdowns im Zusammenhang mit Covid-19 in der Region Asien-Pazifik sowie branchenweite Beeinträchtigungen der Lieferkette das Umsatzwachstum insgesamt um rund 600 Mio. Euro gedämpft. Nach Vertriebskanälen betrachtet ist das Umsatzwachstum des Unternehmens vor allem auf Zuwächse im eigenen Direct-to-Consumer-Geschäft zurückzuführen. Der Umsatz stieg hier währungsbereinigt um 5% im Vergleich zum Vorjahr, was einem Anstieg um fast 20% im Vergleich zu 2019 entspricht. Der Umsatz des Unternehmens im E-Commerce verzeichnete im dritten Quartal einen deutlich höheren Anteil an Verkäufen zum vollen Preis und stieg im Vergleich zum Vorjahr um 8%. Dies entspricht einem Anstieg um 64% gegenüber 2019 und spiegelt das außerordentliche Wachstum im Vorjahreszeitraum wider.

„In einem sowohl auf Angebots- als auch auf Nachfrageseite herausfordernden Umfeld, hat sich Adidas gut geschlagen“, sagte Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender von Adidas. „In Märkten die weniger beeinträchtigt sind, können wir dank erfolgreicher Produkteinführungen starke Umsatzzuwächse verzeichnen. Zweistelliges Wachstum im Direct-to-Consumer-Geschäft in EMEA, Nordamerika und Lateinamerika zeigt die starke Nachfrage nach unseren Produkten. Gleichzeitig müssen wir mit den Engpässen in der globalen Lieferkette umgehen.“ Das Unternehmen erzielte im dritten Quartal einen Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen in Höhe von 479 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 535 Mio. Euro.

Adidas bestätigt seine Umsatz- und Gewinnprognose für 2021. Das Unternehmen erwartet weiterhin einen währungsbereinigten Umsatzanstieg von bis zu 20%, geht aber inzwischen davon aus, dass das Wachstum im unteren Bereich der Spanne liegen wird. Grund dafür sind die länger als erwartet andauernden Herausforderungen bei der Beschaffung und das herausfordernde Marktumfeld in China. Folglich geht das Unternehmen auch davon aus, dass sowohl die operative Marge als auch der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen im unteren Bereich der bereits kommunizierten Korridore zwischen 9,5 % und 10 % (operative Marge) bzw. 1,4 Mrd. € und 1,5 Mrd. € (Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen) liegen wird.

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Helge Neumann / 10.11.2021 - 09:59 Uhr

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