„So ein Jahr wollen wir nicht nochmal erleben“

Lloyd-Umsatz bricht ein

Neuer Lloyd-Store am Hauptstadtflughafen BER. (Foto: Lloyd)
Neuer Lloyd-Store am Hauptstadtflughafen BER. (Foto: Lloyd)

Die Umsätze von Lloyd sind im Zuge der Corona-Krise massiv eingebrochen. Der Schuhhersteller startet 2021 mit der Umsetzung einer neuen Strategie. 

„So ein Jahr wie 2020 wollen wir nicht noch einmal erleben“, sagte Lloyd-Geschäftsführer Andreas Schaller im Rahmen einer digitalen Pressekonferenz am 19. Januar. Das Unternehmen sei durch die Corona-Krise „gebeutelt“ worden. Er gehe von einem Umsatzminus zwischen 35 und 38% für das Geschäftsjahr aus, so Schaller. Neben dem eigenen Retail habe insbesondere das Nachsortiergeschäft unter der Corona-Krise gelitten, das ansonsten ein wichtiges Standbein von Lloyd sei. Das Umsatzwachstum im Onlinehandel habe diese Verluste nicht annähernd ausgleichen können.

Das neue Jahr 2021 betrachte er als „Übergangsjahr“, so der Lloyd-Chef weiter. „Wir gehen davon aus, dass der Lockdown noch bis Ende Februar andauern wird. Vor diesem Hintegrund besteht kein Anlass für Euphorie. Die Umsätze der ersten beiden Monate sind verloren. Wir wollen aber dennoch in den kommenden Monate die Grundlagen legen, um in den Folgejahren wieder erfolgreich sein zu können.“ So habe man trotz der Krise ein neues Strategiekonzept erarbeitet, das nun schrittweise umgesetzt werden soll. „Wir müssen raus aus den Schubladen, in denen wir gefangen sind“, so Andreas Schaller. In der Kollektion werde man verstärkt auf Casual-Themen setzen und den Business-Anteil zurückfahren. Zugleich stehe ein konsequenter Markenaufbau im Fokus. Das neue Ladenbau-Konzept mit einer integrierten Sneakerwand trage dieser Strategie bereits Rechnung. „Das hat gute Ergebnisse gezeigt, diesen Weg wollen wir weiter gehen und dabei auch unsere Handelspartner mitnehmen.“

Mit Blick auf die anstehende Order für Herbst/Winter 2021/22 zeigte sich Schaller verhalten zuversichtlich. „Es ist zweifellos noch viel Ware im Markt vorhanden. Aber wenn die Geschäfte wieder anspringen, wird davon auch unser Nachsortiergeschäft profitieren. Dann können wir punkten.“ 

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Helge Neumann / 19.01.2021 - 20:58 Uhr

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