„Neustart der Wirtschaft hat Priorität“

Lockdown in Vietnam beendet

In Ho-Chi-Minh-Stadt dürfen die Menschen ihre Wohnungen wieder verlassen. (Foto: Unsplash)
In Ho-Chi-Minh-Stadt dürfen die Menschen ihre Wohnungen wieder verlassen. (Foto: Unsplash)

Nach drei Monaten endete der harte Lockdown in Vietnam am 1. Oktober. Die Schuhindustrie des Landes steht jedoch weiterhin vor Problemen.

Die Einwohner der Millionen-Metropole Ho-Chi-Minh-Stadt konnten am 1. Oktober erstmals nach drei Monaten ihre Häuser und Wohnungen wieder verlassen. Mit dem Ende des Lockdowns kann auch die Wirtschaft des Landes schrittweise wieder den Betrieb aufnehmen. Die Schuhproduktion, die vor allem im südlichen Landesteil rund um Ho-Chi-Minh-Stadt angesiedelt ist, war in den vergangenen Wochen weitgehend zum Erliegen gekommen. Nach Angaben des vietnamesischen Verbands der Schuhindustrie hatten 80% der Unternehmen den Betrieb eingestellt. 

Es dürfte allerdings noch Wochen dauern, bis die Fabriken wieder voll ausgelastet werden können. So dürfen laut Medienberichten zunächst nur vollständig Geimpfte an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Die Impfquote in Vietnam liegt jedoch bei nur rund 10%. Hinzu kommt, dass zahlreiche Arbeiter nach den Fabrikschließungen in ihre Heimatregionen zurückgekehrt sind. Auch vor diesem Hintergrund hatte Nike Ende September gewarnt, es werde noch Monate dauern, bis die Schuhproduktion des Landes wieder laufe. Gemäß einer Direktive des Ministerpräsident Pham Minh Chinh sollen jedoch Arbeiter vorrangig geimpft werden. Der Neustart der Wirtschaft genieße Priorität. 

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Helge Neumann / 04.10.2021 - 07:30 Uhr

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