Rechtsweg soll geprüft werden

Lockdown-Klage: SABU veranstaltet Online-Seminar

SABU-Geschäftsführer Stephan Krug (Foto: SABU)
SABU-Geschäftsführer Stephan Krug (Foto: SABU)

Die Heilbronner Verbundgruppe will SABU-Händler über die aktuelle Rechtslage und Chancen einer Klage auf Schadensersatz informieren.

Gemeinsam mit einigen Prozessfinanzierungsgesellschaften bereitet die Rechtsanwaltskanzlei Nieding+Barth, Frankfurt, derzeit Schadensersatzklagen für Unternehmen, Unternehmer und Gewerbetreibende vor, die in Folge der Corona-bedingten Lockdowns Verluste erlitten haben. Nach einem Rechtsgutachten haben die durch Corona-bedingten Lockdown geschädigten Unternehmen Anspruch gegen die jeweiligen Bundesländer auf Zahlung einer Entschädigung wegen enteignenden bzw. enteignungsgleichen Eingriffs in deren Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb.

„Nach dem für die ganze Modebranche enttäuschenden Bund-Länder-Beschluss am 10. Februar, in dem der Lockdown ohne Erwähnung eines Wiedereröffnungsszenarios einfach fortgeschrieben wird, sind wir gezwungen, zur Existenzsicherung der uns angeschlossenen Händler auch rechtliche Schritte in Erwägung zu ziehen,“ meint SABU-Geschäftsführer Stephan Krug.

Aus diesem Grund veranstaltet die Heilbronner Verbundgruppe am 16. Februar 2021 ein Online-Seminar für SABU-Händler mit Rechtsanwalt Klaus Nieding, der die aktuelle Rechtslage und die Chancen einer Klage erläutern wird. Geklagt werden kann nach Einschätzung der Anwaltskanzlei auf Basis des Staatshaftungsrechts auf Schadensersatz für die finanziellen Einbußen durch den Shutdown im Frühjahr 2020 und von November 2020 bis heute.

Die Anwaltskanzlei Nieding+Barth prüft aktuell, ob eine Prozessfinanzierungsgesellschaft die Prozesskosten in diesem Zusammenhang übernehmen wird. Die Mitglieder der SABU Schuh & Marketing GmbH können sich dann an einer solchen Klage ohne jedes Kostenrisiko beteiligen.

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Petra Steinke / 12.02.2021 - 11:25 Uhr

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