„Anzahl der Kontakte weiterhin beschränken“

Lockdown wird bis zum 7. März verlängert

Lockdown in Deutschland. (Foto: Markus Spiske/Unsplash)
Lockdown in Deutschland. (Foto: Markus Spiske/Unsplash)

Bund und Länder haben sich auf eine Verlängerung der geltenden Beschränkungen bis zum 7. März verständigt. Ab einer Inzidenz von 35 sollen die Länder Lockerungen vornehmen können – auch die Öffnung des Handels. 

Zuvor hatte Uneinigkeit über den Termin für Öffnungen geherrscht. Während Bundeskanzlerin Angela Merkel zunächst den 14. März anvisiert hatte, wollten die Chefinnen und Chefs der Länder Lockerungen ab dem 7. März. Insbesondere Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz hatten offenbar auf eine Öffnungsperspektive gedrängt, weil in diesen Ländern am 14. März Landtagswahlen stattfinden.

Der nächste Öffnungsschritt soll die Öffnung des Einzelhandels umfassen mit einer Begrenzung von einem Kundin pro 20 qm. Außerdem sollen dann Museen und Galerien sowie noch geschlossene körpernahe Dienstleistungsbetriebe öffnen können. 
Friseure sollen schon ab dem 1. März öffnen dürfen.

In einer Pressekonferenz im Anschluss an die Konferenz kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel an, dass man sich am 3. März erneut treffen werde, um „angesichts des zunehmenden Anteils der Mutationen die Lage neu zu bewerten.“

Sie wies außerdem darauf hin, dass der Bundeswirtschaftsminister am heutigen Tage die „sehnlichst und dringlichst erwartete“ Ankündigung gemacht habe, dass die Überbrückungshilfen III ab jetzt online beantragt werden können. 

 

Aus dem Schuhhandel kommt gemischtes Echo auf die jüngsten Beschlüsse. Erleichterung herrscht bei Händlern, weil der Lockdown immerhin nicht bis zum 14. März verlängert wurde. Zugleich birgt die angestrebte Inzidenz von 35 eine unklare Öffnungsperspektive. „Für uns wäre ein fixer Termin besser gewesen“, so ein Schuhhändler gegenüber schuhkurier. 
Andere, die sich auf ein Lockdown-Ende Ende Februar eingestellt haben, zeigten sich entsetzt. 

Im Roundtable-Gespräch mit schuhkurier Ende Januar hatte SABU-Geschäftsführer Stephan Krug mit Blick auf ein Lockdown-Ende erst im März erklärt: „Die Auswirkungen werden schlicht katastrophal sein. Das betrifft die gesamte Modebranche.“ Ähnlich äußerte sich Tobias Eichmeier, Geschäftsführer der ANWR Schuh GmbH, während des Roundtables: „Alles nach Anfang März wäre für den gesamten Einzelhandel eine absolute Katastrophe.“

Login für Abonnenten
Sie möchten alle Inhalte lesen?
  • Website-Login
  • E-Paper-Zugang
  • Alle Newsletter
Petra Steinke / 10.02.2021 - 19:44 Uhr

Weitere Nachrichten