„Wir benötigen absolute Klarheit“

Micam und Lineapelle: Veranstalter fordern Planungssicherheit

Eindrücke von der Micam in Mailand. (Foto: Micam)
Eindrücke von der Micam in Mailand. (Foto: Micam)

Die Veranstalter verschiedener Messen der Schuh- und Modebranche fordern die italienische Regierung auf, ihnen Gewissheit darüber zu geben, wann physische Messen wieder möglich sein könnten.

Die Organisatoren Micam, Mipel und Lineapelle, Pitti Uomo, Bimbo und Filati sowie verschiedene weitere Messeformate fordern die italienische Regierung auf, per Dekret bekannt zu geben, wann Messeveranstaltungen wieder durchgeführt werden können. Man benötige „absolute Gewissheit“ darüber, ob die Organisation einer Ordermesse mit dem Schutz der öffentlichen Gesundheit vereinbar sei.
B2B-Messen, die nur Fachleuten offen stehen, erforderten viel Planung und könnten nicht in wenigen Tagen vorbereitet werden, argumentieren die Messeveranstalter. Eine weitere allgemeine Verunsicherung der Branchen könnte die gesamte Herbstsaison gefährden.

Derzeit gebe es in Italien eine öffentliche Debatte über die Wiederaufnahme bestimmter Veranstaltungen und Aktivitäten im Sommer, Messen würden dabei nicht erwähnt. Dabei seien sie eine wichtige Sparte der italienischen Wirtschaft und erreichten einen Umsatz von etwa 60 Mrd. Euro pro Jahr. Fachmessen seien ein wesentlicher Treiber für Unternehmen im Land: „50% unserer Exporte sind das Ergebnis von Kontakten während Messen“, so die Messeveranstalter. Professionelle B2B-Messen erlaubten keinen Zutritt der breiten Öffentlichkeit und könnten mit guten Sicherheitskonzepten durchgeführt werden.
Die weitere Absage oder Verschiebung von Messen würde eine rasche Erholung des internationalen Handels verhindern. Dieser sei aber entscheidend, um die Wirtschaft des Landes in Schwung zu bringen, so die Messeveranstalter.

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Petra Steinke / 01.04.2021 - 14:56 Uhr

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