Offener Brief an Olaf Scholz

Mittelstandsverbund: „2G ist unbefriedigend“

Eckhard Schwarzer (Foto: MIttelstandsverbund)
Eckhard Schwarzer (Foto: MIttelstandsverbund)

In einem offenen Brief an den designierten Bundeskanzler Olaf Scholz warnt der Mittelstandsverbund vor einer Überforderung mittelständischer Unternehmen und fordert „mehr Klarheit über den Pandemieverlauf“.

„Mit größter Sorge sehen die von uns vertretenen in Verbundgruppen organisierten 230.000 mittelständischen Handels-, Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen die täglich steigenden Corona- Infektionszahlen und deren medizinische und politische Folgen“, heißt es in dem Schreiben von Mittelstandsverbund-Präsident Eckhard Schwarzer und Hauptgeschäftsführer Dr. Ludwig Veltmann an Olaf Scholz. Die sofortige Einführung einer umfassenden 2-G-Regelung für Geschäfte, Kinos, Hotels und gastronomische Betriebe sei  unbefriedigend. „Sie ist ferner weder für die Geschäftsführenden, noch für die Kundinnen und Kunden vertrauensbildend. Ein nicht zu vernachlässigender Teil der Einkaufenden wird zu einem Zeitpunkt ausgeschlossen, zu dem sie sich mit einer sehr radikalen Entscheidung konfrontiert sehen, die vor dem Hintergrund des steten Beteuerns der Freiwilligkeit einer Impfung bis vor wenigen Wochen extreme Verdrossenheit auszulösen droht.“ 

Neben einer Übergangsfrist bei der Einführung von 2G fordert der Mittelstandsverbund mehr virtuelle Instrumente bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. „Wieso können infizierte Personen nicht direkt vor Nutzung des ÖPNV und Betreten der Arbeitsstätte identifiziert und das Ergebnis virtuell verifiziert werden? Ein Großteil des Lebens findet bereits in der digitalen Sphäre statt und dies ist auch der erklärte Anspruch des neuen Koalitionsvertrags. So würde das Virus zu keiner Teststation, in kein Unternehmen, in keine U- oder S-Bahn getragen und die Infektionsgefahr drastisch weiter gen null reduziert. Entsprechende Technologien sind längst verfügbar. Datenschutzrechtliche Bedenken müssen gegen die Chancen der Überwindung der Pandemie abgewogen werden. Auf diesem Wege könnten nicht nur Geschäfte und Unternehmen ihren Mitarbeitenden, Geschäftspartnern sowie Kundinnen und Kunden leichter ein sicheres Umfeld bieten, sondern auch Kitas, Schulen und Universitäten mit minimalisierter Gefahr den Regelbetrieb fortsetzen.“

„Mit größter Sorge sehen die von uns vertretenen in Verbundgruppen organisierten 230.000 mittelständischen Handels-, Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen die täglich steigenden Corona- Infektionszahlen und deren medizinische und politische Folgen“, heißt es in dem Schreiben von Mittelstandsverbund-Präsident Eckhard Schwarzer und Hauptgeschäftsführer Dr. Ludwig Veltmann an Olaf Scholz. Die sofortige Einführung einer umfassenden 2-G-Regelung für Geschäfte, Kinos, Hotels und gastronomische Betriebe sei  unbefriedigend. „Sie ist ferner weder für die Geschäftsführenden, noch für die Kundinnen und Kunden vertrauensbildend. Ein nicht zu vernachlässigender Teil der Einkaufenden wird zu einem Zeitpunkt ausgeschlossen, zu dem sie sich mit einer sehr radikalen Entscheidung konfrontiert sehen, die vor dem Hintergrund des steten Beteuerns der Freiwilligkeit einer Impfung bis vor wenigen Wochen extreme Verdrossenheit auszulösen droht.“ 

Neben einer Übergangsfrist bei der Einführung von 2G fordert der Mittelstandsverbund mehr virtuelle Instrumente bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. „Wieso können infizierte Personen nicht direkt vor Nutzung des ÖPNV und Betreten der Arbeitsstätte identifiziert und das Ergebnis virtuell verifiziert werden? Ein Großteil des Lebens findet bereits in der digitalen Sphäre statt und dies ist auch der erklärte Anspruch des neuen Koalitionsvertrags. So würde das Virus zu keiner Teststation, in kein Unternehmen, in keine U- oder S-Bahn getragen und die Infektionsgefahr drastisch weiter gen null reduziert. Entsprechende Technologien sind längst verfügbar. Datenschutzrechtliche Bedenken müssen gegen die Chancen der Überwindung der Pandemie abgewogen werden. Auf diesem Wege könnten nicht nur Geschäfte und Unternehmen ihren Mitarbeitenden, Geschäftspartnern sowie Kundinnen und Kunden leichter ein sicheres Umfeld bieten, sondern auch Kitas, Schulen und Universitäten mit minimalisierter Gefahr den Regelbetrieb fortsetzen.“

Helge Neumann / 06.12.2021 - 14:22 Uhr

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