„Brauchen schnellstens substanzielle Öffnungsschritte“

Modehandel erleidet historischen Umsatzeinbruch

Die Fashionbranche leidet unter der Corona-Krise. (Foto: Unsplash/Arturo Rey)
Die Fashionbranche leidet unter der Corona-Krise. (Foto: Unsplash/Arturo Rey)

Der andauernde Lockdown habe dem stationären Modehandel einen dramatischen Umsatzeinbruch beschert, meldet der BTE. Die Verluste betragen mehrere Milliarden Euro.

Nach ersten Hochrechnungen des BTE haben Boutiquen, Modefilialisten und Bekleidungshäuser in den ersten vier Monaten dieses Jahres gegenüber 2020 rund 40 bis 50% an Umsatz verloren. „Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 gehen wir aktuell von Einbußen um 60% aus“, berichtet BTE-Sprecher Axel Augustin. „Allein im April liegen die Umsatzverluste gegenüber 2019 bei 70 bis 80%.“

In absoluten Zahlen bedeutet dies ein Umsatzverlust von rund 4 Mrd. Euro im ersten Tertial gegenüber 2020, als die Geschäfte von Mitte März bis Ende April ebenfalls geschlossen waren. Im Vergleich zum Jahr 2019 liegt der Einbruch sogar bei 6 Mrd. Euro. „Die kurze Öffnungsphase im März, das Shoppen auf Termin oder Click & Collect konnten die Einbußen nicht mal annähernd ausgleichen“, so Augustin.

Ein großes Problem für den stationären Modehandel seien die aktuell wachsenden Warenmengen. Denn neben der bislang unverkauften Frühjahrsmode warte in den Geschäften jetzt auch immer mehr Sommerware auf die Käufer. „Der stationäre Modehandel braucht jetzt schnellstens substanzielle Öffnungsschritte“, fordert Augustin. „Ansonsten werden tausende Modegeschäfte ihre Türen für immer schließen und damit zehntausende Arbeitsplätze vernichtet!“

Login für Abonnenten
Sie möchten alle Inhalte lesen?
  • Website-Login
  • E-Paper-Zugang
  • Alle Newsletter
Helge Neumann / 10.05.2021 - 08:43 Uhr

Weitere Nachrichten