„Aufschwung nicht gefährden“

Österreich: Handel begrüßt Stufenplan

Der österreichische Einzelhandel befürwortet den neuen Stufenplan. Laut Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) müsse alles daran gesetzt werden, weitere Lockdowns zu verhindern.

WKÖ-Präsident Harald Mahrer: „In Österreich ist es bis dato gut gelungen, die Covid-Pandemie zu bekämpfen und die wirtschaftlichen Schäden bestmöglich einzudämmen. Dies zeigen uns auch die jüngsten Wachstumszahlen der EU-Kommission, die Österreich im EU-Vergleich ein sehr gutes Zeugnis ausstellen. Jetzt gilt es, den Aufschwung trotz aller notwendigen Sicherheitsmaßnahmen nicht zu gefährden. Wir haben mit der Impfung das wirksamste Werkzeug im Kampf gegen die Pandemie. Daher führt kein Weg daran vorbei, massiv auf Aufklärungsarbeit und Impfanreize zu setzen. Was die heimischen Betriebe jetzt brauchen, sind klare Rahmenbedingungen und Planungssicherheit – und zwar nicht nur für die nächsten Wochen, sondern für die kommenden Monate. Der heute vorgestellte Stufenplan gibt die Richtung vor.“

Das ist der Stufenplan in Österreich

Die Corona-Regelungen werden ab sofort abhängig von der Auslastung der Intensivbetten in den Krankenhäusern festgelegt:

Stufe 1: Wird eine Auslastung von 200 Intensivbetten erwartet, treten folgende Maßnahmen in Kraft:

  • Antigen-Tests sind nur mehr 24 Stunden ab Testabnahme gültig
  • Überall wo derzeit ein Mund- und Nasen-Schutz vorgesehen ist (Geschäfte des täglichen Bedarfs, öffentliche Verkehrsmittel) wird eine FFP2-Maske verpflichtend
  • Zusätzlich wird das Tragen einer FFP2-Maske im Handel für ungeimpfte Personen zur Verpflichtung; für geimpfte Menschen wird das Tragen einer FFP2-Maske jedoch auch empfohlen! Stichprobenartig wird die Polizei auch Kontrollen durchführen.
  • Die 3-G-Regel gilt bei Zusammenkünften bereits ab 25 Personen (derzeit liegt die Grenze bei 100 Personen)
  • Verschärfung der Kontrolle der geltenden Maßnahmen

Stufe 2: 7 Tage nach Überschreitung von 300 belegten Intensivbetten, treten folgende Maßnahmen in Kraft:

  • In der Nachtgastronomie sowie ähnlichen Settings sowie bei Zusammenkünften ohne zugewiesene Sitzplätze mit mehr als 500 Personen haben nur mehr geimpfte und/oder genesene Personen Zutritt (2-G-Regel)
  • Antigentests mit Selbstabnahme („Wohnzimmertests“) sind nicht mehr für 3-G gültig

Stufe 3: 7 Tage nach Überschreitung von 400 belegten Intensivbetten, treten folgende Maßnahmen in Kraft: Es kommt zu einer Ausweitung der Zugangsbeschränkungen. Überall wo die 3-G-Regel gilt, haben nur mehr geimpfte und/oder genesene Personen bzw. Personen, die einen negativen PCR-Test vorweisen können, Zutritt.

Ab dem 15. September gilt in Österreich Stufe 1.

Login für Abonnenten
Sie möchten alle Inhalte lesen?
  • Website-Login
  • E-Paper-Zugang
  • Alle Newsletter
Helge Neumann / 13.09.2021 - 08:23 Uhr

Weitere Nachrichten

Dr. Ralf Herbrich ist nicht mehr für Zalando tätig. (Foto: Zalando)

Zalando verliert KI-Experten

Personalie

Dr. Ralf Herbrich hat Zalando verlassen. Der Experte für Künstliche Intelligenz war seit Anfang 2020 als Senior Vice President Data Science und Machine Learning für den Onlinehändler tätig.